Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 15.11.2010, 16:40   #6   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.878
AW: Depression bei Schmelzpunkten

Zitat:
Zitat von Nano87 Beitrag anzeigen
Bsp:
Schmelzpunkte von
-Syntheseprodukt 122°C
-Refernzsubstanz 126°C
-homogene Mischung der Substanzen 125°C
Da der Mischschmelzpunkt keine Depression aufweist, sind Synthese- und Referenzsubstanz identisch.
ein wenig weitere "lesehilfe" scheint mir trotzdem noch angebracht:

der begriff "depression" ist naemlich ein wenig kontextsensitiv.
sei der schmelzpunkt der reinsubstanz A 126°C ("referenzsubstanz"), der deines produkts B 122°C.
bereits diese 4 grad sind ja eine "depression" [wenn A und B in der hauptsache identisch sind!](eben aufgrund von noch vorhandenen verunreinigungen bei B die eine schmelzpunkterniedrigung bewirken)

diese art von depression ist hier allerdings kontextual nicht gemeint.

gemeint ist vielmehr folgendes:
dein produkt B besteht ja aus beispielsweise 96% A + 4% "sonstiges, verunreinigung". mischt du dieses sodann mit 100% A 1:1, so erhaeltst du einen homogenen mix 98%, 2%
daher liefert die schmelzpunktserniedrigung im ergebnis einen wert "~in der mitte" ( erwartungswert waere (122 + 126):2 = 124°C gewesen)

ganz anders haette es jedoch ausgesehen , wenn A nicht mit dem hauptmaterial von B identisch gewesen waere: dann haettest du ja "A mit ~ 100% fremdsubstanz gemixt" generiert, mithin eine ~ 50/50 mische erzeugt. und die schmelzpunktserniedrigung an einem solchen mix ist dann eben vergleichsweise barbarisch gross (was nicht beobachtet wird), und diese art "extreme depression" ist hier wohl kontextual als "nicht beobachtet" gemeint.

gruss

ingo
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige