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Alt 11.11.2010, 01:26   #9   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Polykondensate

Zitat:
kann man denn zum Beispiel Bernsteinsäure mit sich selbst kondensieren...
Ja das ist sehr wohl möglich
Naja, theoretisch möglich sicher, aber praktisch wirst du daran keine Freude haben, weil es sich um eine Polyanhydrid handelt, das wie die meisten Anhydride bei Kontakt mit Wasser sehr leicht hydrolisiert (nämlich zurück zur Bernsteinsäure).
Ich mach jetzt quasi die Hausaufgabe für dich, indem ich das Bild anhänge. Du siehst zuerst das Produkt von Aminoessigsäure mit sich selbst, ein Polyamid. Darunter siehst du die wahrscheinlich weitaus am häufigst produzierten Polyamide, auch bekannt unter dem Namen Nylon (PA 6.6) und Perlon (PA 6), wobei letzteres technisch anders hergestellt wird als gezeigt. Das instabile Produkt der Bernsteinsäure siehst du darunter. Zuletzt ein Polyether, nämlich aus dem Ethandiol. Das daraus hergestellte Poly(ethylenglykol) / PEG findest du z.B. in vielen Cremes, Shampoos etc. als Verdicker.
Zur Herstellung: bei Wikipedia findest du, dass Polyamide in einer Polykondensationsreaktion hergestellt werden können. Auch die Bernsteinsäure reagiert nach diesem Mechanismus. Das Ethandiol in einer sauer katalysierten Veretherung.
Damit du auch noch was tust, und weil es mich interessiert, ob du das Prinzip verstanden hast, ergänze doch mal die gezeigten Reaktionen (bei einer Kondensation wird ja auch immer etwas freigesetzt aus den reagierenden Molekülen) und formuliere mal das Produkt aus Harnstoff und Bernsteinsäure sowie Bernsteinsäure und 1,2-Diaminoethan.
Angehängte Grafiken
Dateityp: gif Polyamide.gif (9,6 KB, 11x aufgerufen)
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