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Alt 06.11.2010, 16:02   #6   Druckbare Version zeigen
Werner Marquardt  
Mitglied
Beiträge: 16
AW: pH-Pufferlösung

Das mit dem Puffer ist so:
Er besteht aus einem Gemisch einer schwachen Säure mit ihrer korrespondierenden Base. Der pH-Wert einer solchen Lösung berechnet sich in der Henderson-Hasselbalch-Gleichung zu
pH = pks - lg [c(Pufferbase):c(Puffersäure)], also bei einnmolarer Lösung beider Komponenten ist der pH-Wert gleich dem pks-Wert der Puffersäure.

Gibt man Säure zu dem Gemisch, so reagiert die Pufferbase mit den H3O+ -Ionen als Neutralisation. Dadurch verschwindet ein Teil der Pufferbase und es entsteht dafür die gleiche Anzahl von Teilchen der Puffersäure. Entsprechend der Henderson-Hasselbalch-Gleichung (kurz "Puffergleichung") kann man den entstehenden pH-Wert berechnen. Der fällt viel milder aus, als wenn man dieselbe Menge Säure zu reinem Wasser gegeben hätte. Erst wenn alle Pufferbase-Teilchen zu Puffersäureteilchen geworden sind, wirken sich die dann neu zugegebenen H3O+ -Ionen direkt auf den pH-Wert aus.

Bei Zugabe von OH- -Ionen zu diesem Puffergemischc reagieren die Teilchhen der Puffersäuire unter Neutralisation und es verschwinden Puffersäureteilchen und in gleicher Anzahl entstehen zusätzliche Pufferbase-Teilchen. Der Bruch beim Logarithmus ändert sich in die andere Richtung, der pH wird höher, aber abgemildert. Auch hier ist die Abmilderung durch die Pufferkapazität begrenzt.
Anmerkung: Die Komponenten der Pufferbase und Puffersäure müssen zu Beginn nicht unbedingt in gleicher Konzentration vorliegen. Dadurch verschiebt sich aber der Puffer-pH-Wert und die Pufferkapazität gegenüber entweder Säure oder Base ist stark vermindert.
Tschau
Werner Marquardt
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