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Thema: D2O
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Alt 03.10.2010, 19:39   #21   Druckbare Version zeigen
Analytikus Männlich
Mitglied
Beiträge: 170
AW: D2O

Der Argumentation bezüglich des Mol-Siebes kann ich nicht ganz folgen. Es ist in der Tat so, dass H2O und D2O chemisch vergleichbar ist. Physikalisch dagegen bestehen sehr wohl Unterschiede. Hier ist zum Einen das stark andere Gewicht des D-Atoms gegenüber dem H-Atom. Nicht umsonst heisst das Wasser ja umgangssprachlich 'Schweres Wasser'. Und hier kommen Effekte ins Spiel, welche sich auch auf die Chemie auswirken. So ist bekannt, dass Diffusionskoeffizientenmessungen (Anorganik) mit D2 und H2 signifikant unterschiedliche Ergebnisse liefern. In der Organik ist das Deuterium wählerischer als der Wasserstoff, d.h. einige Reaktionen laufen mit Deuterium nicht so ab, wie es mit Wasserstoff der Fall wäre. Beispiel: Gehirnforschung. Dies wird auch bei dem bei Wiki beschriebenen Anreicherungsprozess ausgenutzt. Die Idee mit dem Molsieb zielt nun auf die veränderte physikalische Eigenschaften. Aufgrund der (signifikant) unterschiedlichen Masse besitzen die unterschiedlichen Wassermoleküle auch andere mittlere (freie) Weglängen bzw. in Lösung andere Stoßzahlen. Und somit auch unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten, in die Porenstruktur des Zeolithen eingebaut zu werden...
Vielleicht wäre es jedoch zweckmässiger, die Speicherfähigkeit einiger Metalle (Ni, Pd o.ä.) für Wasserstoff zu nutzen. Denn auch hier sollte es Unterschiede geben - tut es auch: Wedler oder Sieverts - um nur einige Beispiele zu nennen.
Im nicht-industrielen Umfeld dürfte somit die Metall-Variante mit vorgelagerter Elektolyse interessant sein. Zudem sollte man bei den Trennwegen (Dichte, Masse u.a.) berücksichtigen, dass das meiste Deuterium im natürlichen Umfeld wohl als DHO vorliegen wird...
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