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Alt 22.09.2010, 11:52   #3   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Ölbeständigkeit von Fahrwerkzubehör prüfen

Nobby hat recht. Deine Grundüberlegungen sind schon nicht schlecht, aber um tatsächlich eine makroskopische Veränderung sehen zu können, musst du schon entsprechend lange Versuche durchführen. Mikroskopische Veränderungen könntest du schon nach wenigen Tagen erkennen, benötigst dafür aber entsprechende Ausrüstung, die gar nicht billig ist.

Also, mir ist nicht klar, wozu du genau Sauerstoff benötigst. Klar benötigst du den für Oxidation und im wesentlichen für die Korrosion, aber das ist eher bei metallischen Bauteilen von Bedeutung. Diese sind idealerweise permanent mit einem Schmierfilm bedeckt, damit sie eben nicht korrodieren. Ich glaube aber herauszulesen, dass du die Ölbeständigkeit der Gummi- bzw. Kunststofftteile testen möchtest. Um wirklich nur die Ölbeständigkeit zu testen, wäre es schon sinnvoll den Angriff jeglicher Sauerstoffspezies zu behindern. Was sich mit den Haushaltsmethoden sehr gut auch quantitativ testen lässt sind Quell- bzw. Auflösungsverhalten. Schieblehren mit zufriedenstellender Genauigkeit gibt es in regelmäßigen Abständen beim "großen A". Evtl. hilft auch eine Briefwaage o.ä.

Es ist noch zu bedenken, dass bei dem "Einlegen" in das Prüfmedium die mechanische Belastung der Bauteile vernachlässigt wird. Diese unterliegen im Gebrauch z.B. Schwing- und Schwellbelastungen, bei denen die Molekülketten langgezogen oder zu einem Knäuel gestaucht werden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ein Aufquellen an manchen Bauteilen durchaus gewünscht sein kann. Das ist aber nicht so mein Gebiet, da kann ich auch nur Vermutungen anstellen.
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"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
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