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Alt 13.09.2010, 09:16   #20   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
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viele Köche...

Ich greif' mal -wertfrei- diesen Begriff auf:
Zitat:
Zitat von Alchymist Beitrag anzeigen
das Orbitalmodell
den ich in der gesamten Diskussion nicht sauber herausgestellt sehe.

Der TES erwähnt die Kenntnis über s-, p-, d- und f-Orbitale - also (vermutlich) Atomorbitale.

und daraus werden dann
Hybridorbitale
Molekülorbitale
Valenzbindungsmodell
ohne dass -für mich erkennbar- ein Bezug dazwischen hergestellt wird. Ist das hilfreich?

Bohr hat sein Modell 1912 entwickelt*) und 1913 veröffentlicht. Lt. dem zitierten Artikel ging es ihm darum, exp. Beobachtungen an den Elektronenhüllen der Atome math.-phys. zu deuten.
Das Absorptions- und Emissionsspektrum des Wasserstoffatoms läßt sich mit dem Modell gut deuten (innerhalb der damals möglichen exp. Auflösung).
Darüberhinaus hat er auch die bzw. eine "Schalen"struktur der Elektronen aus seiner Theorie abgeleitet, die sich in den Unterrichtsinhalten der Schulen wiederfindet.
Die Schalennummern entsprechen den aus der Quantenmechanik abgeleiteten Hauptquantenzahlen. Als Bindungsmodell ist das Bohrsche Atommodell nur bedingt tauglich.

Die Atomorbitale, die entsprechend ihren Nebenquantenzahlen in s-, p-, d- und f-Oribtale unterteilt werden, ergeben sich aus der Lösung der Schrödingergleichung.
Sie stellen eine Veranschaulichung der Wellenfunktion einzelner Elektronen dar.
Aufgrund der Eigenschaften der Wellenfunktionen sind verschiedene Darstellungen möglich: Diese bilden die Grundlage der Hybridorbitale, der Molekülorbitale der Valenzbindungstheorie indem mehrere davon, an verschiedenen Atomzentren kombiniert werden um so die Bindungsverhältnisse in Molekülen zu beschreiben.
All diese Modell -und weitere wie Hypervalenz, 4-Elektronen-3-Zentrenbindung- sehe ich zusammengefasst unter dem Begriff Orbitaltheorie/ bzw. -modell.

Sie werden herangezogen, um Bindungen, Reaktionen und physikalische Eigenschaften (z.B. Dipolmoment, Farbe) zu deuten/interpretieren/er'klären'.



*) Ich stütze mich hierbei auf die Zusammenfassung aus U. Hoyer: Über die Rolle der Stabilitätsbetrachtungen in der Entwicklung der Bohrschen Atomtheorie, Arch. Hist. Exact. Sci. 10 (1973) 177
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Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

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You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
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