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Alt 13.09.2010, 00:04   #16   Druckbare Version zeigen
DaTei Männlich
Mitglied
Beiträge: 995
AW: Wofür braucht man das Orbitalmodell? (weiterlesen)

Zitat:
Zitat von Firlefanz07 Beitrag anzeigen
Nein. Die Wellengleichungen beschreiben die Realität exakt. Die Orbitale sind eine Vereinfachung und stimmen NICHT mit den quantenmechanischen Wellengleichungen überein. Die Orbitale beschreiben ungefähre Aufenthaltswahrscheinlichkeiten von Elektronen. Die Wellengleichungen beschreiben hingegen die Wellenfunktion der Elektronen. Mit den Wellengleichungen kann man z.B. den Tunneleffekt erklären, was mit Orbitalen nicht möglich wäre. Als Orbitale beschrieben würden Elektronen nicht tunneln.
Das ist falsch. Orbitale sind zunächst Einelektronenwellenfunktionen und keine Aufenthaltswahrscheinlichkeiten. Wie ich in meinem ersten Beitrag geschrieben habe resultiert die Wahrscheinlichkeitsdichte erst aus der Bornschen Intepretation.
Zitat:
Zitat von Firlefanz07 Beitrag anzeigen
Sie sind nicht berechnet. Einfach was Falsches zu behaupten bringt nichts. Zeige mir doch mal die Wellenfunktion des s-Orbitals von Kohlenstoff. Viel Spaß dabei! Der Physik-/Chemienobelpreis wäre Dir sicher.
Berechnen kann man diese, indem man die Schrödingergleichung löst. Unglücklicherweise ist dies nur für Einelektronensysteme analytisch geschlossen möglich. Alle anderen Berechnungen zu Mehrelektronensystemen werden mit atomarer Wellenfunktionen durchgeführt, die in ihrer Form den H-Atomorbitalen gleichen.

Ich arbeite in der theoretischen Chemie und mache dort ständig Gebrauch von Orbitalen in sogenannten Basissätzen, die als Grundlage für die Berechnung von Orbitalenrgien dienen. Für jedes Molekül kann ich mir zu den entsprechenden Energien Molekülorbitale anzeigen lassen und z.B. in einem MO-Schema darstellen. Ich muss dich also allen Ernstes fragen, was diese Diskussion hier soll.
Das Orbitalmodell ist und bleibt ein quantenmechanisches Modell und ist unabdingbar für das Verständis von Eigenschaften und chemische Reaktionen. Das Bohrsche Atommodell reicht bei weitem nicht mehr aus um chemische Sachverhalte erklären zu können.

Ob die Quantenmechanik die Wirklichkeit exakt beschreibt kann übrigens keiner sagen. Letztendlich beruht sie auf Axiomen, auf deren Basis Konzepte entwickelt wurden, die die Realität gut beschreiben.
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Der Beginn aller Wissenschaften ist das Staunen, dass die Dinge so sind, wie sie sind. Aristoteles

Geändert von DaTei (13.09.2010 um 00:11 Uhr)
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