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Alt 12.09.2010, 23:16   #13   Druckbare Version zeigen
Firlefanz07  
Mitglied
Beiträge: 76
AW: Wofür braucht man das Orbitalmodell? (weiterlesen)

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Anscheinend. Das Schalenmodell bildet die Wirklichkeit in keinster Weise ab.
Sie ist ein Teil der Wirklichkeit aufgefasst als Hauptquantenzahl. Ansonsten ist es ein Modell. Das Orbitalmodell ist auch nur ein Modell und gibt die Wirklichkeit NICHT wieder. Die wirkliche Beschreibung liefert nur die Quantenmechanik. Das Orbitalmodell ist eine Vereinfachung ebenso wie sie das Schalenmodell darstellt. Übrigens sind die Bohrschen Bahnabstände mit den Orbitalmaxima beim Orbitalmodell identisch. Sprich Bohr hat die Orbitalmaxima errechnet ohne von diesen zu wissen, soviel zu "Das Schalenmodell bildet die Wirklichkeit in keinster Weise ab.".

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Und wo diese "Untergliederung" sein soll, zeige mir mal allein geometrisch.
Eben.

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Du hast aber schon ein Mindestmaß an Ahnung, wovon du schreibst ?
Nun mal nicht Unverschämt werden.

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Klar, du kannst dir alles so zurechtdefinieren, dass es passt. Und die Anwendung dieser physikalischen Analytik in der organischen oder Komplexchemie sind dann...?
Es dient eben der Analytik um die Form einer Verbindung zu ermitteln. Die Form kann man dann bspw. in der Komplexchemie verwenden, z.B. um zu Raten, welche Stoffe sich als Komplexbildner mit wie vielen Liganden verbinden könnten.

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Fragt sich, für wen...
Jaja, die Chemie als reines Teilgebiet der Physik...
Chemie besteht nicht nur aus Summenformeln
Ja eben! Ich bitte schon die ganze Zeit darum irgendeine chemische Formel hinzuschreiben in welcher Schreibweise auch immer, bei der die Orbitale erkenntlich sind. Viel Spaß ...

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Jetzt wird's lustig. Du redest von Orbitalen, die aber gleichzeitig eigentlich keine Rolle spielen... (Hybridorbitale sind auch Orbitale!)
Und spielen keine Rolle, weil alle Elektronen gleich zu behandeln sind. Die Bildung von Hybridorbitalen ist ja genau der Grund, WARUM Orbitale keine Rolle dabei spielen. Würden sich keine Hybridorbitale bilden würden die Orbitale eine Rolle spielen. So aber kann ich sie einfach als Schalenelektronen behandeln.

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Aha, wo findet sich in einer Valenzstrichformel der Spin?
Und die Hauptquantenzahl? Ein Punkt ein Spin, ein Strich zwei Elektronen mit gegensätzlichen Spin. Die Valenzschreibweise verletzt nicht das Pauliprinzip.

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
In der Komplexchemie spielt die Geometrie vormals entarteter Orbitale sehr wohl eine Rolle.
Du meinst von Hybridorbitalen, aber bitte ich lasse mich gerne aufklären, also welche Rolle spielen sie dabei? Wohlgemerkt die Geometrie der Hybridorbitale nicht die Geometrie des Moleküls.

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Und zeige mir mal in einem organischen Molekül, wo die Farbe nicht aus der Anregung aus Molekülorbitalen kommt...
Bei den Molekülorbitalen spielen die Orbitale ja gerade keine Rolle. Du lieferst mit den Molekülorbitalen genau ein Beispiel für das was ich gesagt habe: Quantenmechanik und damit Molekülorbitale sind wichtig, Orbitale bzw. das Orbitalmodell nicht. Bei den Molekülorbitalen werden ja gerade die Effekte der Orbitale weggelassen.

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Zeig sie mir im Ethen! Oder die pz-Orbitale...
Eben.

Zitat:
Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
Erstens sind sie berechnet und die Berechnungen für einigermaßen sinnvoll befunden worden. So wie in deiner tollen Quantenmechanik, in der ja auch so viel zu beobachten ist...
Dass sie für dich keine Rolle spielen, lässt mich an deiner Kompetenz in dieser Frage zweifeln.
Sie sind nicht berechnet. Einfach was Falsches zu behaupten bringt nichts. Zeige mir doch mal die Wellenfunktion des s-Orbitals von Kohlenstoff. Viel Spaß dabei! Der Physik-/Chemienobelpreis wäre Dir sicher.

Zitat:
Zitat von Firlefanz07 Beitrag anzeigen
2.) elektromagnetische Beeinflussung der Elektronenunschärfe bzw. deren Wellengleichungen.
Zitat:
Zitat von FalconX Beitrag anzeigen
Außerdem:
Das wären ja dann wohl die Orbitale
Nein. Die Wellengleichungen beschreiben die Realität exakt. Die Orbitale sind eine Vereinfachung und stimmen NICHT mit den quantenmechanischen Wellengleichungen überein. Die Orbitale beschreiben ungefähre Aufenthaltswahrscheinlichkeiten von Elektronen. Die Wellengleichungen beschreiben hingegen die Wellenfunktion der Elektronen. Mit den Wellengleichungen kann man z.B. den Tunneleffekt erklären, was mit Orbitalen nicht möglich wäre. Als Orbitale beschrieben würden Elektronen nicht tunneln.

Bis jetzt bin ich der einzige, der hier irgendeine praktische Verwendung des Orbitalmodells in der Chemie beschrieben hat:
1.) In der Anwendung beim Spektrometer bzw. Spektralanalyse (physikalische Analytik)
2.) Bei der Erklärung der Nebengruppen!
Von allen anderen kam:
3.) Erklärungsmodell für die Ausbildung unterschiedlicher Bindungswinkel
Was aber keine praktische Verwendung hat, abgesehen von der Messung, wo wir wieder bei physikalischer Analytik sind. (Anmerkung: Aus den Bindungswinkeln und längen ergibt sich die Molekülform. Die Form eines Moleküls hat Anwendungen in der Chemie, aber da spielt die Form eine Rolle und die Orbitale sind dabei egal, insbesondere um welche es sich handelt).

Das mit "Molekülorbitale zur Erklärung der Farbigkeit bei organischen Verbindungen" fällt unter Punkt 1 und bezieht sich auf physikalische Analytik.

Ein paar Andeutungen gab es bzgl. Komplexometrie, bitte und was macht man damit, was sich nicht aus der Molekülform (3) ergibt?

Also bitte, wenn das Orbitalmodell ach so wichtig ist dann nur her mit den Anwendungen.

Schaut doch mal auf das was ihr macht. Ihr schaut ob die Schalen voll sind und ob sich durch elektrodynamische Effekte Ladungsverschiebungen ergeben (Unschärfe) und damit Deltaladungen, Dipole, VanderVaals-Kräfte und H-Brücken, wie elektrische Potentiale sind, welche Oxidationsstufen bestehen, wie die Entalpie oder Entropie aussieht, welche pH-Werte da sind, welche Farben, Konsistenz und vor allem Löslichkeit die Stoffe haben, u.s.w.u.s.f, wenn ihr nicht sowieso mit dem praktischen Arbeiten beschäftigt seid. Für all das tut es das Bohrsche Modell genauso.

Es bleibt dabei:
Zitat:
Zitat von Firlefanz
In der Chemie reicht das Bohrmodell hingegen für die meisten Fragestellungen aus, da die Haupttriebfeder in der Chemie die Komplettierung der Schalen ist und die Orbitale der Schale nur eine untergeordnete Bedeutung haben. Eine praktische Bedeutung haben sie eigentlich nur in der physikalischen Analytik.
Firlefanz07 ist offline   Mit Zitat antworten
 


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