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Alt 12.09.2010, 14:52   #4   Druckbare Version zeigen
DaTei Männlich
Mitglied
Beiträge: 995
AW: Wofür braucht man das Orbitalmodell? (weiterlesen)

Das Orbitalmodell ist eine Weiterentwicklung des Bohrschen Atomodells. Beide Modelle liefern für das H-Atom die gleichen Ergebnisse. Auch wird das Coulombpotential in beiden Fällen als klassisch angesehen. Der Unterschied liegt in der Betrachtung der Elektronen.
Im Bohrschen Atomodell bewegen diese sich auf definierten Kreisbahnen um den Atomkern, was der Heisenbergschen Unschärferelation widerspricht. Diese beschreibt ein Phänomen bei Quantenobjekten, dass zwei Eigenschfaften eines Teilchens nicht zu gleichen Zeit beliebig genau messbar sind, z.B. Ort und Impuls. Für Beschreibungen von Kreisbahnen benötigt man aber beide.
Im Orbitallmodell wird dies nun richtig gestellt, indem Quantenobjekte mit Zustandsfunktionen, auch Wellenfunktion genannt beschrieben werden. Diese resultieren zum Beispiel aus der Lösung der Schrödingergleichung. Nach der Bornschen Interpretation, gibt das Quadrat solche Zustandsfunktionen die Wahrscheinlichkeitsdichte an, das Teichen an einem bestimmten Ort anzutreffen, was im Einklang mit der Unschärfe steht.
Aus der Lösung der Schrödingergleichung für das Waserstoffatom erhält man Orbitalenergien in Form eines Energiespektrums, ähnlich dem Modell nach Bohr. Jedoch sieht man, dass die "Schalen" in weitere Unterschalen aufspalten. Der Aufbau des Periodensystems konnte erst damit näher vestanden werden.
Der mathematische Formalismus lässt sich auch auf Moleküle anwenden. Wie chemiewolf schon erwähnte konnten mit neue Konzepte (wie das Hybridisierungsmodell), die auf das Orbitalmodell basieren, Eigenschaften von Molekülen theoretisch beschrieben werden.

Das nur in aller Kürzer. Wenn du noch Fragen hast, einfach stellen.
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Der Beginn aller Wissenschaften ist das Staunen, dass die Dinge so sind, wie sie sind. Aristoteles
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