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Alt 08.09.2010, 18:41   #4   Druckbare Version zeigen
pawn  
Mitglied
Beiträge: 130
AW: Reaktion Metall und Säure

Zitat:
Zitat von JanaS94 Beitrag anzeigen
Zudem habe ich gelernt, dass man eine Säure immer mit dem Säurerest + H3O hinschreibt, was in diesem Falle ja Cl- + H3O wäre. Könnt ihr mir erklären warum das nicht so ist?
Die Gleichung:
Mg + 2 HCl --> MgCl2(index) + H2(index)
ist eine Nettogleichung, da wurde die "Zwischenstufe" mit dem H3O+ weggelassen. Die Gleichung ist aufs Wesentliche gekürzt und soll verdeutlichen wieviel HCl mit wieviel Mg reagieren damit man dann damit stöchiometrisch rechnen kann. Man kann das ganze auch vollständig hinschreiben und dabei die Säuredissoziation auch miteinbeziehen.

In wässriger Lösung liegen starke Säuren vollständig dissoziiert vor. Daher:

HCl + H2O --> H3O+ + Cl-

Das Mg reagiert mit den Oxoniumionen:

Mg + 2 H3O+ --> Mg2+ + 2 H2O + H2

Fasst man beide Gleichungen zusammen (die erste Gleichung mal 2 nehmen damit die endgleichung ausgeglichen ist):

2 HCl + 2 H2O + Mg + 2 H3O+ --> 2 H3O+ + 2 Cl- + Mg2+ + 2 H2O + H2

Und hierbei kürzen sich eben H2O und H3O+ raus weil die H3O+ ja aus dem HCl mit dem H2O resultiert, sodass man als Nettogleichung schreiben kann:

Mg + 2 HCl --> Mg2+ + 2 Cl- + H2

Nun kann man noch Bequemlichkeitshalber die Ionen nicht hinschreiben sondern gleich alles zusammenschreiben und dann ist man bei deiner ersten Gleichung.

Das ganze geht so nur mit unedlen Metallen, siehe hierzu Post von Fulvenus.

Gruß
pawn
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