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Alt 06.09.2010, 21:51   #11   Druckbare Version zeigen
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AW: KmnO4 Behandlung im Koiteich

Hallo aixkoi,

Wahrscheinlich bin ich viel zu spät, trotzdem hier mögliche Vorschläge aus der Sicht eines schon über 30 Jahre praktizierenden Süsswasser-Aquarianers.
Zitat:
....da unser Teichwasser durch hohe Futtermengen und den daraus resultierenden Fäkalien trotz ausgereifter Filtertechnik organisch stark belastet ist.
Möglicherweise hilft es, die Futtermenge und/oder den Fischbesatz im Teich zu reduzieren, denn offensichtlich sind die ausser den Fischen im Teich lebenden anderen Organismen (Pflanzen, Plankton, Mikroorganismen etc.) nicht in der Lage das aus Futter und/oder Fäkalien bestehende Überangebot an Nahrung ausreichend zu verwerten. Versuchs mal mit dem Einsatz von Wasserschnecken (Schlammschnecken, Posthornschnecken, Sumpfdeckelschnecken), die Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile, Algen und ähnliches fressen und verwerten.
Zitat:
Wir hatten schon Fälle, bei denen vor der Behandlung 10mg gelöster Sauerstoff im Teichwasser gemessen wurde und während der Behandlung dieser Wert auf 5mg gesunken ist.
Dies könnte u.a.auch auf eine zu erhöhtem Sauerstoffbedarf führende Stressreaktion Deiner Schützlinge auf die Behandlung zurück zu führen sein.
Zitat:
Wir haben im Teichwasser gegenüber z.B. dem Trinkwasser neben Pflanzen und Mikroorganismen ja auch mit deutlich erhöhten Werten von Ammonium/Ammoniak, Nitrit, Nitrat und Phosphaten zu tun.
Die mikrobielle Oxidation von Ammoniumstickstoff zu Nitrat verbraucht erhebliche Mengen an Sauerstoff. Ist zu wenig gelöster Sauerstoff vorhanden, kann auch die umgekehrte Umwandlung, nämlich die von Nitrat über Nitrit zu Ammoniumstickstoff stattfinden. Vor allem erhöhter Nitrit-Gehalt und der von Dir zitierte rasche Abfall der Sauerstoffkonzentration im Behandlungsfall deuten meiner Meinung nach darauf hin, dass der Sauerstoffgehalt in Deinem Teich generell eher an der unteren Grenze liegt, bedingt durch mangelhafte Bewegung des Oberflächenwassers, die einen effektiven Gasaustausch mit der Atmosphärenluft verhindert. Du sprichst weiter oben von ausgereifter Filtertechnik, dann lass doch mal alles filtrierte Wasser vom Pumpenausstoss über ein Bett aus hellen Kieseln im Stil "sprudelndes Bächlein" in den Teich zurück fliessen und saug das zu filtrierende Wasser möglichst in Bodennähe an. Dadurch sorgst Du für ausreichende Wasserbewegung, für effektiven Gasaustausch mit der Atmosphäre, damit auch genügende Absättigung mit Sauerstoff und nicht zuletzt durch die intensive Lichtexposition für zusätzlichen Abbau von Schadstoffen durch photochemische Vorgänge.

Gruss, freechemist
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