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Alt 19.08.2010, 20:26   #3   Druckbare Version zeigen
Kronhelm Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 67
AW: Pufferberechnungen - Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis

Habs mal kurz berechnet. TRIS lag bei 0,5 mol/L, NaCl bei 2 mol/L. Wenn ich jetzt so draufschaue eigentlich keine übermäßig hohen Konzentrationen...
Während der HCl-Zugabe ist die Temperatur der Lösung von 18 auf 25°C gestiegen.
Der in der Rechnung benutzte pks (8,2) sollte damit korrekt sein, schließlich herrschen am Endpunkt die entsprechenden Bedingungen.
Den Aktivitätskoeffizienten habe ich nicht mit einbezogen, von der Aktivität habe ich im Studium bis jetzt nur einmal am Rande etwas gehört.
Das was ich zu wissen glaube ist, dass die Aktivität die effektiv wirksame Konzentration ist und bei Konzentrationen > 1 mol/l die Konzentration ersetzt, wobei die Aktivität niedriger ist, als die korellierte Konzentration.

Entsprechend für die Aktivität in Frage kommen also Na+ und Cl-. Wobei ich denke, dass das an den Eigenschaften der Lösung im Bezug auf die pH-Beständigkeit ggnü. Säurezugabe nur wenig ändern würde.

Aber möglicherweise hat die Cl--Konzentration bzw. Aktivität einen Einfluss (elektrostatisch)auf die positiv geladenen TRISH-Moleküle
und stabilisiert selbige in Lösung. Dadurch würde die Reaktion TRIS + H --> TRISH thermodynamisch begünstigt werden, TRIS also noch mehr Protonen abfangen, so dass zur Einstellung eines bestimmten pH-Wertes mehr Säure zugegeben werden müsste. Oder die hohe Cl--Konzentration sorgt dafür, dass in höherem Maße die verschwindend geringe Rückreaktion von H + Cl --> HCl stattfindet (Cl dient als "Puffer" und unterstützt TRIS). Wobei dieser Effekt, selbst wenn er in höherem Maße abläuft immernoch verschwindend gering sein sollte und sich wohl niemals so merklich auswirken würde.
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