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Alt 16.08.2010, 12:15   #15   Druckbare Version zeigen
pennyroyal Männlich
Mitglied
Beiträge: 221
AW: Grundeigenschaften von chemischen Elementen

Nein, kann man eben nicht. Da spielen wie oben genannt eine Menge anderer Sachen mit rein. Wenns nur um die Valenzelektronen ginge, würden alle Elemente in einer Gruppe gleich reagieren.
Hättest du zB. Na+, Cl- und F- in Lösung, könntest du mit deinem Modell nicht vorhersagen, was beim Verdunsten zuerst auskristallisiert. (edit: also NaF oder NaCl)


Wenn du alles an möglichst wenigen Parametern festmachen willst, musst du dich wohl oder übel ein "wenig" mit Quantenmechanik und Computerchemie beschäftigen.
Wikipedia:
Zitat:
Methoden, die von der Schrödingergleichung bzw. deren relativistischen Erweiterung (Dirac-Gleichung) ausgehen, enthalten als Parameter nur Naturkonstanten, und werden daher als Ab-initio-Methoden bezeichnet. Diese Methoden sind wissenschaftlich am besten fundiert, können allerdings nur auf relativ kleine Systeme mit relativ wenigen Atomen angewendet werden, wenn quantitativ genaue Ergebnisse erwünscht werden. Dies liegt darin begründet, dass die Schrödinger- bzw. Dirac-Gleichung nur für einige triviale Einelektronensysteme analytisch gelöst werden können und ansonsten Näherungslösungen notwendig sind, welche mit zunehmenden Systemumfang jedoch schnell eine zu hohe Rechenleistung in Anspruch nehmen.
Wie du siehst, selbst wenns nur um Atome und Moleküle mit wenigen Teilchen (H, H2, H2+, He zB) geht, hat man schon ordentlich was zu tun und je mehr Teilchen es werden, desto ungenauer wird das ganze.

Geändert von pennyroyal (16.08.2010 um 12:44 Uhr)
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