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Alt 26.07.2010, 16:14   #2   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.878
AW: warum sind einfachbesetzte d-Orbitale keine Radikale?

wenn du unter "radikal" im strengeren sinne spezies mit mindestens einem ungepaarten elektron verstehst: sicherlich ist Mn(OH)2 dann ein radikal

hebst du jedoch auf die beruechtigten "radikaltypischen eigenschaften" (chemische aggressivitaet usw.) ab, dann muss man die dinge - insbesondere bei nebengruppenelementen - doch differenziert betrachten, denn es kommt schwer drauf an in welch einem orbital das / die ungepaarte(n) elektron(en) den nun angesiedelt sind.

hier hast du es dann naemlich i.d.r. mit komplexen zu tun, und diese zeigen sodann interessante, zur elektronenkonfiguration passende ligenadenfeldaufspaltungen. oft (oktaedrische komplexe) bildet sich dabei eine ungerade anzahl niedrigliegender , guenstiger orbitale ( paradebeispiel: Fe3+, s2d3 im nicht-aufgespaltenen zustand), bei denen die entstehenden 3 t2g sodann gerade halbbsetzt sind, was dem ganzen eine besondere stabilitaet verleiht: und schon ists nix mehr mit "besondere aggressivitaet"

gruss

ingo
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