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Thema: Goldgewinnung
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Alt 10.07.2010, 18:54   #4   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
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Blog-Einträge: 41
AW: Goldgewinnung

Gold und Quecksilber bilden über weite Bereiche keine "Verbindungen" in dem Sinne, dass eine Phase mit scharfer Stöchiometrie entstünde. Hat man großen Hg-Überschuß, löst sich Au in Hg und bildet bis zu einem Verhältnis Au : Hg = 2 : 1 eine (fast) ideale Mischung aus. Ab Au2Hg gibt es bestimmte stöchiometrische Verbindungen, die den Messing-Phasen ähneln. Die Mischungen, die man bei Hg-Überschuß erhält, sind fest mit Schmelzpunkten von 100 - 300 °C. Hat man einen hohen Au-Anteil (größer ca. 10 Atom-%), löst sich Hg lückenlos in Au und man hat wieder (fast) ideales Mischverhalten.

Diese Art von Chemie ist sehr komplex und wird von vielen Leuten entweder unterschätzt oder schlichtweg ignoriert...
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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