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Alt 29.06.2010, 21:06   #2   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.881
AW: Ermittlung des pKs mittels des pH am Äquivalenzpunkt

am aequivalenzpunkt hast du per definition genausoviele mole NaOH zugegeben wie mole essigsaeure vorgelegt waren

mithin ist die situation identisch der aufloesung einer entsprechenden menge Na-acetat (zusaetzlich sind fuer feingeister die verduennungseffekte mit zu beruecksichtigen)

dafuer das MWG aufgestellt:

(a) KB = [AcOH]*[OH-]/[OAc-]=[OH-]2/[OAc-]

als weitere rechnerische vereinfachung gehen wir (wegen essigsaeure = schwache saeure) weiterhin von [AcO-]~[AcO-null]aus, und setzen das gleich 0.1 mol/l (immer noch verduennung vernachlaessigt)

pH = 8.6 --> pOH = 5.4 --> [OH-]= 10-5.4 --> [OH-]2= 10-10.8

(a) umgeformt, eingesetzt: 0.1 KB = 10-10.8 --> KB= 10-9.8
und wegen pKB + pKs = 14 bei konjugierten saeure-basesystemen erhaeltst du somit aus dem experiment einen pKs fuer essigsaeure von 4.2
literaturwert: 4.75
und wenn du da verduennungen, rundungen, temperaturkorrektur usw. noch verfeinernd wieder mit einbringst kommst du da dann auch irgendwann auf den punkt


rechenprinzip soweit etwas klarer?

gruss

ingo
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