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Alt 28.06.2010, 20:49   #4   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: Zersetzungsspannung bei Chlor-Alkali Elektrolyse

Zitat:
Zitat von anna-han Beitrag anzeigen
also ich hätte gedacht, dass die Überspannung auch vom Elektrodenmaterial abhängt ! sehe ich das richtig, dass man diese Elektroloyse auch mit 1000 V (übertrieben) betreiben könnte ohne dass sich Na und Sauerstoff bildet?
Gewiss hängt die Überspannung vom Elektrodenmaterial ab.
Und eine Überspannung kann "einige Volt" weit reichen, 1000 Volt
aber niemals!
Etwas Grundsätzliches, was aber oft auch von Fachleuten falsch
gemacht bzw verstanden wird:.
Bei Elektrolyseprozessen hat man es mit nichtlinearen Verhältnissen
an den Elektroden zu tun umd mit fallender Strom/Spannungs-Charakteristik
im Elektrolyten.
Deswegen kann man gar keine "Spannung anlegen"! Man stellt einen Strom
ein (Stromquellenschaltung od. Vorwiderstand) und die Spannung stellt sich ein.
(In vernünftigen Grenzen)

Die Vorgabe für eine Elektrolyse lautet typisch:
Es wird bei xy °C 5 Stunden mit 10 Ampere/dm²unter Rühren elektrolysiert.
Die Spannung wird dabei nicht einmal erwähnt.
Bei stark überhöhten Stromstärken (und dann auch Spannungen) geschieht anderes:
Die Lösung kommt ins Kochen, die Dampf/Gasentwicklung an den Elektroden
verhindert intermittierend den Stromübergang, wodurch dann Bogenentladungen
unter Wasser brennen. Derlei hat man beim Wehneltunterbrecher und
zum Stumpfschweißen benutzt, aber Elektrolyse ist das nicht mehr.
Georg
Georg

Geändert von DrGeorg (28.06.2010 um 21:08 Uhr)
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