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Alt 25.06.2010, 19:13   #5   Druckbare Version zeigen
Hans T. Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Wie verhalten sich Phenol und Jodtrichlorid zueinander?

Zum Hintergrund: Aktuell lese ich die Doktorarbeit von Arno Peters aus dem Jahr 1895. Titel: Immunisierung- und Heilversuche von Tetanus.
Nachdem die Ansteckungsversuche mit Reinkulturen von Tetanusbazillen ziemlich unbefriedigend verliefen, hat man mit 0,5 % Phenol die Kultur desinfiziert und das Ergebnis subkutan injiziert. Nun sind Tetantusartige oder echte Tetanussymptome relativ zuverlässig aufgetreten. Dies wurde von den Forschern so interpretiert, dass nicht das Bakterium, sondern ein von ihm erzeugtes Toxin die Krankheitsursache ist. (Dieses hat man später auch mit Ammoniumsulfat ausgefällt.)
Die Reaktionen traten nur noch abgeschwächt oder gar nicht mehr auf, wenn die Kultur vor der Injektion mit Jodtrichlorid versetzt wurde (ca. 0,2 %).
Wurde danach mit der ursprünglichen Phenolhaltigen Kultur injiziert, verkrafteten das die Tiere ohne Erkrankung oder nur mit leichten Symptome, je nachdem wie viel Jodtrichlorid beigegeben wurde. Interpretiert wurde dies so, dass JCl3 das Tetanustoxin entsprechend der verwendeten Menge abgeschwächt hatte.

Ich frage mich nun, welche Rolle diese Substanzen bei den beobachteten Symptomen gespielt haben mögen - diskutiert wird dies in der von mir bisher gesichteten Fachliteratur nicht und auch der Autor geht darauf mit keinem Wort ein.
Im Internet finde ich bisher auch keine Hinweise, wie sich Phenol oder JCl3 bei subkutaner Injektion auswirken....

grüße
Hans
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