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Alt 20.06.2010, 21:22   #9   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: Tertiärbutylcarbinol

Wenn man HCHOs Post liest, war die "Charakterisierung" 1929 gegessen.
Zu der Wahl des Dissertationsthemas:
Das wurde Canetti natürlich nicht "zugewiesen"!
Wenn man die Voraussetzungen zur Promotion an der
betreffenden Fakultät erfüllte, dann klapperte man
die Herren Professores ab, um zu fragen, was diese
an Themen zu bieten haben. Das ist grundsätzlich
heute noch so. Wesentlich ist auch, daß auf ein
Promotionsarbeit kein Anspruch besteht, im Gegensatz
zum Diplom.
Je nach Anzahl Lehrstühle war das nat. eine u. U.
sehr beschränkte Wahl, evtl mußte man was nehmen,
was einem gar nicht gefiel.
Dazu ist wichtig, daß es in den Naturwissenschaften
damals unterhalb der Promotion keinen wirklichen
Abschluß gab. Diplom wurde erst nach dem 2. Weltkrieg
üblich. Es gab (nur freiwillig!) das sog. "Verbandsexamen",
das man ablegte, wenn man auf eine Anstellung in der
chem. Industrie aus war. Ob es das auch in Wien gab?

Im Prinzip konnte man auch an anderen Universitäten
suchen, das war damals noch sehr wenig reglementiert.
Im Prinzip hätte Canetti an jeder Uni des deutschen
Sprachraums und auch benachbarter Länder umsehen können.
Ob das für Ihn finanziell etc wirklich eine Option war,
steht auf einem anderen Blatt.
Georg

Geändert von DrGeorg (20.06.2010 um 21:29 Uhr)
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