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Alt 25.05.2010, 15:51   #4   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Sulfat und Schwefeldioxid

Zitat:
Wo bekommen sie denn diese eine negative Ladung her? Denn sie haben ja 6E auf der Außenschaale und vom Schwefel können sie ja höchstens eins bekommen...
Das SO42--Anion entsteht nicht so aus dem Nichts. Es war vorher z.B. in Form der Schwefelsäure H2SO4 vorhanden, die dann zwei Protonen abgegeben hat. Und die Ladung dieser Protonen behalten dann die O. Somit kommen sie auf 8 Außenelektronen.
Zitat:
Kann die Reaktion denn dan überhaupt stattfinden, ich dachte immer eine chem. Reaktion kann nur stattfinden, wenn dann für beide Edukte die Oktettregel erfüllt ist...
Hier ist es nicht sinnvoll, das Schalenmodell zu betrachten, das nur die 8 Außenelektronen kennt, die alle gleich sind, sondern das Orbitalmodell. Da ich nicht weiß, welchen Kenntnisstand du hast, kannst du mir hoffentlich folgen:
Die acht Außenelektronen des Schwefels sind nicht alle in einer Schale, sondern in vier Orbitalen angesiedelt, dem 3s und den drei 3p-Orbitalen, die jeweils zwei Elektronen aufnehmen können (die 3 entspricht der Nummer der Schale im Schalenmodell). Ungeladen hat der Schwefel die Elektronenkonfiguration [Ne] 3s2 3p4, d.h. das s-Orbital ist vollständig besetzt, und die restlichen vier Elektronen verteilen sich auf die drei p-Orbitale.
Jetzt ist es so, dass ein Verbindung immer dann besonders stabil ist, wenn die einzelnen Orbitale alle halb oder ganz gefüllt bzw. leer sind. Wenn du jetzt SO2 betrachtest, siehst du, dass durch Abgabe von vier Elektronen die p-Orbitale beim S leer sind, das s-Orbital vollständig gefüllt und am Sauerstoff dann s- und p-Orbitale vollständig gefüllt -> alle sind zufrieden.
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