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Alt 25.05.2010, 12:23   #15   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.883
AW: Oberflächenspannung

Zitat:
Folglich müsste dort doch auch eine Resultierende senkrecht nach oben entstehen?
das haengt von dem material des bodens ab, denn die frage ist ja immer welches material jenseits der phasengrenze lauert und welche wechselwirkungen mit dem moeglich sind. "oben", also z.b.bei luft/wasser ist die klein, "unten", also z.b bei glas/wasser ist die relevant hoeher (wechselwirkung mit Si-OH und andern polaren glasstrukturen)

d.h.: ja, der effekt tritt prinzipiell an jeder grenzflaeche auf, ist allerdings solange du keine krassen faelle wie "polare fluesigkeit/luft" hast eben unauffaellig klein

ansonsten kann die WW mit dem material auch hoeher sein als die der fluessigkeit in sich selbst: das ist dann der unterschied zwischen "benetzenden" und "nicht benetzenden" systemen

Zitat:
Und warum hat Quecksilber eigentlich eine so hohe Oberflächenspannung?
Hg hat mit sich selbst derart hohe WW, das es eigentlich aller naiven erwartung nach einen schmelzpunkt von mehreren hundert grad haben sollte. aus quantenmechanischen gruenden ist die ausbildung der entsprechenden metallbindungen jedoch behindert (wenn ichs noch recht erinnere) , sodass es "nur" bis zur fluessigeit reicht. trotzdem ists unter den bei raumtemperatur fluessigen sachen insoweit der unangefochtene held...

gruss

ingo
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