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Alt 22.05.2010, 22:37   #17   Druckbare Version zeigen
Dranoel Männlich
Mitglied
Beiträge: 428
AW: Chemie und Natur

Zitat:
In der Schule gab es mal irgendeine tolle Rechnung, wiviele Planeten, mit den Bedingungen der Erde wir für die Bevölkerung bräuchten. Doch davon halte ich nicht viel, da dieser Planet ja offensichtlich zumindest vorerst reicht.
Das ist finde ich wirklich schon so zynisch, dass man schon fast auf einen charakterlichen Mangel deinerseits schließen muss. Die Rechnungen, die du sehr wahrscheinlich meinst, überschlagen (natürlich nur grob, über die Aussagekraft lässt sich sicherlich streiten) die Fläche, die nötig wäre, um den Lebensstandard der sogenannten westlichen Welt auf jeden Menschen zu übertragen. Darüber hinaus sagst du ja selbst "vorerst". Es ist aber denke ich für jeden ersichtlich, dass ein gegenwärtiges Ausreichen aus ganz simplen ökonomischen Gründen impliziert, dass man für die Zeit danach dringend nach Alternativen suchen muss.

Zitat:
da ein System sich nicht komplett selbst zerstört
Das ist erstmal komplett aus der Luft gegriffen und so sicherlich auch nicht richtig, was überhaupt meint dieses "Genie" denn auch mit "System"? Natürlich wäre es zumindest rein theoretisch denkbar, dass die Erde durch menschliche Eingriffe völlig zerstört wird. Tatsächlich glaube ich auch nicht, dass der Mensch die Erde "bis zum letzten Bakterium" zerstören wird,- schön, zumindest für die Bakterien.

Eigentlich möchte ich gar nicht den ewigen Gutmenschen spielen, denn jeder von uns gewichtet seine persönlichen Nöte im Zweifel gravierend schwerer als die Nöte von z.B. weit entfernt verhungernden Kindern. Eins meiner Lieblingsbeispiel, leider ist mir der Urheber entfallen, illustriert das folgender Maßen: Jedes Jahr gibt der deutsche Staat viel Geld zur Behandlung von Männern mit Potenzproblemen aus. Theoretisch könnte man mit diesem Geld natürlich auch den Welthunger bekämpfen oder den Regenwald schützen, beides sind gravierendere Probleme als die Impotenz deutscher Männer. Aber ich komme vom Thema ab. Es ist (meiner Meinung nach) gar nicht möglich, ein guter Mensch zu sein, uns stehen meist nur Alternativen unterschiedlich falscher Handlungsweisen zur Verfügung. (Ich bin zwar kein Christ, aber das Modell der ewigen Sündhaftiggkeit des Menschen ist hier durchaus sinnvoll und anwendbar) Ich kann von daher druchaus verstehen, dass man zu einer Haltung kommen kann, in der man Moral als Hirngespinst grundsätzlich für lächerlich hält.

Dennoch ist deine Betrachtungsweise etwas schlicht. Die von dir implizierte "wird schon gutgehen" Haltung ist einfach Denkfaulheit. Von unverantwortliche oder unbedachte Anwendung von "Technologie" sind zu allererstmal Menschen bedroht. Selbstverständlich können diese dadurch vernichtet werden, dass wir zur Zerstörung des gesamten Ökosyastems vielleicht gar nicht in der Lage sind und nach unserem Abtritt noch irgentwelche Bakterien auf der Erde wuseln ist doch ehrlich gesagt nur ein schwacher Trost. Im Übrigen nehme ich gar nicht im Ernst an, dass die Menschen irgendwann durch eine große Katastrophe sich selbst in die Luft jagen, aber das Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn man die Erhaltung der Grundlagen unseres Lebens nicht bewusst durchsetzt steht für mich außer Frage.

Wie gesagt hat die Eingangsfrage überhaupt nichts mit der Frage zu tun, ob und in welchem Rahmen eine konkrete Technik eingesetzt werden soll.
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