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Alt 20.04.2010, 23:04   #6   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Kunststoffe in der Medizin

Zitat:
Ein Problem ist aber in der Tat Materialermüdung / Werkstoffversagen. Bei künstlichen Gelenkpfannen kam es schon vor, dass sie entweder aus der Verankerung gebrochen oder Teile durch Überbelastung abgebrochen sind. Die Folgen sind schmerzhaft. Allgemein können Kunststoffe bei hohen Belastungen noch nicht mit Metallen mithalten.

Das kuriose dabei ist ja, dass sie vor allem deshalb brechen, weil das Ti-Bauteil z.B. beim künstl. Hüftgelenk viel stabiler ist als der Knochen. Es wurde sogar gezielt daran geforscht, um den Ti-Werkstoff an die mechanischen Eigenschaften der Knochen anzugleichen.
Mir ist nicht bekannt, dass der Einsatz in den Knochen aus Kunststoffen hergestellt wird. Die Gelenkteile Kopf und Pfanne können aus PTFE oder Keramik sein.
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Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
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