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Alt 20.04.2010, 18:47   #5   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Kunststoffe in der Medizin

Zitat:
Lösemittel, Additive, Weichmacher
Die dürften kein Problem darstellen. Medizintechnikprodukte haben sehr strenge Prüfauflagen. Vor allem, wenn sie im Körper verbleiben.
Allgemein provozieren Fremdkörper aller Art im Körper gerne Entzündungsreaktionen, Vernarbungen durch Verkapselung des Fremdkörpers und die Bildung von Blutgerinnseln. Metalle können hier manchmal besser abschneiden als die hydrophoberen Kunststoffe, müssen aber nicht.
Ein Problem ist aber in der Tat Materialermüdung / Werkstoffversagen. Bei künstlichen Gelenkpfannen kam es schon vor, dass sie entweder aus der Verankerung gebrochen oder Teile durch Überbelastung abgebrochen sind. Die Folgen sind schmerzhaft. Allgemein können Kunststoffe bei hohen Belastungen noch nicht mit Metallen mithalten.
Was ich jetzt persönlich noch als Nachteil ansehe, und dies vor allem im Labor, ist die Tatsache, dass Kunststoffeinwegprodukte z.B. wiederverwendbare Glasgeräte verdrängen, weil diese nicht einfach nach Gebrauch weggeworfen werden können, sondern gereinigt und sterilisiert werden müssen.
Allerdings haben gerade bioabbaubare Kunststoffe Vorteile, die du mit keinem anderen Werkstoff hinbekommst.
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"Mit den Füßen im Zement, verschönerst du das Fundament"
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