Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 25.03.2010, 19:17   #13   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Eigenschaften eines Glases durch Zusätze ändern (geringe Stoffmengen)

Zitat:
Also die Begriffe "Netzwerkbildner" und "Netzwerkwandler" habe ich von der "Glas"-Seite von Wikipedia. Da FK ja den Link gepostet hat, dachte ich, ich greife die dortigen Begriffe mal auf. Ist deren Verwendung in diesem Zusammenhang nun fachlich korrekt oder nicht?
Der Scholze erläutert im ersten Kapitel die Struktur des Glases und verschiedene Ansätze der Erklärung. In diesem Zusammenhang verwendet er die Ausdrücke Netzwerkwandler und -bildner (engl.: networkformer, networkmodifier). Diese Begriffe haben sich bis heute gehalten. Das Problem dabei ist, dass diese Ausdrücke den Eindruck erwecken können, dass im Glas eine Fernordnung - also eine gewisse Regelmäßigkeit - vorliegt, was ja nicht der Fall ist.
Meiner Meinung nach sind sie fachlich korrekt. "Bessere" sind mir auch so nicht bekannt.

Zitat:
Eine Theorie ist eben, dass Weinstein oder ein Reaktionsprodukt mit Weinstein als Netzwerkwandler wirkt, also vom Molekül her super in die amorphe Netzstruktur der Saccharose passt.
Bor passt ebenfalls hervorragend in die Silikatstruktur und macht so Borosilikatgläser möglich. Bor ist ein Netzwerkbildner.
Welche Funktion der Weinstein ausübt, kann ich dir nicht sagen.
Grundsätzlich würde ich aber darauf tippen, dass du auf dem richtigen Weg bist.
Auch wenn sich mir derzeit die Ähnlichkeit zwischen Saccharose und Weinstein nicht erschließt .
__________________
Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige