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Alt 25.03.2010, 11:29   #12   Druckbare Version zeigen
illuminatus235  
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AW: Eigenschaften eines Glases durch Zusätze ändern (geringe Stoffmengen)

Also die Begriffe "Netzwerkbildner" und "Netzwerkwandler" habe ich von der "Glas"-Seite von Wikipedia. Da FK ja den Link gepostet hat, dachte ich, ich greife die dortigen Begriffe mal auf. Ist deren Verwendung in diesem Zusammenhang nun fachlich korrekt oder nicht?

Neben dem grundsätzlichen Interesse bezieht sich meine Frage vor allem auf ein Glas aus Saccharose. Der Saccharose (sagen wir 100g) wird beim Erhitzen in wässriger Lösung (Wasser verdampft währenddessen größtenteils wieder) etwas Weinstein (sagen wir 1g) beigemischt.
Das resultierende Glas ist weniger hygroskopisch und wesentlich härter (höhere Viskosität) als ohne Zugabe von Weinstein. Und das obwohl es ja zu saurer Hydrolyse kommt und die freie Fructose das Ganze eigentlich hygroskopischer machen müsste. Außerdem verbleibt dadurch ein höherer Wasseranteil im Gemisch (bei gleicher Temperatur), was zusammen mit der geringeren Molekülgröße (Einfachzucker statt Zweifachzucker, je nachdem wie viel Spaltung stattgefunden hat) das resultierende Glas weicher und weniger viskos machen müsste.

Da mir noch niemand beantworten konnte, warum das so ist, nähere ich mich dem Problem nun von mehreren Seiten. Eine Theorie ist eben, dass Weinstein oder ein Reaktionsprodukt mit Weinstein als Netzwerkwandler wirkt, also vom Molekül her super in die amorphe Netzstruktur der Saccharose passt.
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