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Alt 23.03.2010, 15:50   #7   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.878
AW: lithiumchlorid- lösungsgleichgewicht

Zitat:
Aber das hier nachgefragte Problem wird ja anscheinend weder im Mortimer noch in einem anderen Lehrbuch behandelt.

Aber die Frage der Temperaturabhängigkeit der Löslichkeit von Salzen mit negativer integraler Lösungsenthalpie scheint ja auch hier nicht wirklich interessiert zu haben.
ich denke derartige fragestellungen werden wohl auch nur in gehobenen lehrbuechern zur physikalischen chemie adaequat behandelt, das geht weit ueber schulniveau hinaus. und da der TES die frage nach weiteren empfehlungen begleitend zur schule stellte...

man mag die berechtigte frage stellen, ob solche komplexen zusammenhaenge denn dann ueberhaupt auf schulniveau diskutiert werden sollten. wie auch immer man diese dann auch beantwortet, so denke ich sind wir uns doch ueber eines einig: wenn man denn solche themen schon anfasst, dann doch bitte zumindest nicht grob falsch.

Zitat:
Was das Schulbuch vom Klett - Verlag angeht, so ist es m.E. zumindest nicht schlechter als andere.
das beruhigt mich nicht wirklich... oder gilt dass unter den blinden der einaeugige koenig ist?

Zitat:
Und die föderative Struktur unseres Bildungswesens nun auch noch für die zugegeben mindere Qualität der Schulbücher verantwortlich machen zu wollen erscheint mir auch nicht gerechtferigt.
obwohl slightly off-topic ein paar gedanken:
- so ziemlich jedes bundesland besteht darauf "sein" eigenes schulbuch zu haben, ein -gerade in den naturwissenschaften, gibt es "bayrische physik"? - spiegelbild der unfaehigkeit der KMK. dies zwingt die verlage dazu zumindest im textteil unterschiedliches zum selben sachverhalt zu generieren. im rahmen der umformulierungskuenste bleibt dann so manches auf der strecke.
- die vermannigfachung des schulpolitischen ueberbaus treibt die kosten des bildungswesens relevant in die hoehe - sparmassnahmen sind die folge. dies konkretisierte sich u.a. in der abschaffung der "kleinen lehrmittelfreiheit" , mit dem ergebnis dass schulbuecher nicht mehr wie zuvor ueber mehrere jahrgaenge hinweg benutzt werden: die lehrer bestehen auf "aktuellste ausgabe".
dies wiederum begriffen nun die verlage als chance, jaehrlich stets "neueste" ausgaben am markt feilzubieten (verhinderung des buch-querverkaufs ueber jahrgaenge hinweg), wobei sich die "ueberarbeitung" i.d.r. auf eine weitere lediglich sprachliche umarbeitung reduziert --> potenzierung des problems.
- last not least ist ein wissenschaftliches lektorat eines lehrbuchs eine gewaltige aufgabe. das reduzieren der publikationsrhytmen auf "alljaehrlich neu" hat (bei bestehendem lektoratspersonal) zu einer i.a. wesenlich oberflaechlicheren ueberpruefung vor veroeffentlichung gefuehrt, so mein eindruck.

fazit: es wird mit der heissen nadel genaeht. statt ein greundlich redigiertes buch alle 3-5 jahre zu bringen sinds derer ein gutes dutzend im jahresrhytmus, und dies scheint mir eine direkte folge der struktur zu sein in die hinein diese buecher abgesetzt werden

gruss

ingo
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