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Alt 28.02.2010, 20:02   #2   Druckbare Version zeigen
3_of_8 Männlich
Mitglied
Beiträge: 556
AW: elektropositiver Bestandteil oder elektronegativer Bestandteil ?

Ich nehme einmal an, du beziehst dich auf Bindungen.

Verschiedene Atome ziehen Elektronen verschieden stark an, diese Fähigkeit nennt man Elektronegativität. Fluor hat die stärkste Elektronegativität, es "zieht" Elektronen sehr stark an, Alkalimetalle, zum Beispiel, wie Natrium haben eine sehr niedrige Elektronegativität, sie stoßen Elektronen praktisch eher ab.

Die Elektronegativität als Zahl kann man nachschlagen, etwa im Periodensystem. Wenn du jetzt eine Bindung zwischen zwei Atomen hast, kannst du die Elektronegativitäten dieser Atome nachschlagen und voneinander abziehen.

Bei einer O-H-Bindung schlägst du die Werte 3,44 und 2,2 nach, also eine Differenz von 1,24. Ab einer Differenz von 0,4 spricht man von einer polaren Bindung, die O-H-Bindung ist also polar, das O ist dann elektronegativ, das H elektropositiv.

Bei einer Na-Cl-Bindung schlägst du die Werte 0,93 und 3,16 nach, also eine Differenz von 2,23 nach, diese Differenz ist so groß, dass das Natrium praktisch keine (Valenz-)Elektronen mehr hat und alle an das Chlor abgibt, sodass man eine ionische Bindung hat, also Na+- und Cl--Ionen in einem Ionengitter.

Eine C-H-Bindung (Elektronegativitäten 2,55 und 2,2, Differenz 0,35) ist unpolar, die Differenzen sind so gering, dass kaum polarer Charakter vorhanden ist.

Ionencharakter ist eigentlich nur ein Synonym für eine polare Bindung. Bei einer polaren Bindung hat ein Bindungspartner mehr Elektronendichte als der andere, bei zwei Ionen hat ein Bindungspartner die gesamte Elektronendichte und der andere gar keine, eine polare Bindung ist also eine Bindung, die ein bisschen in Richtung Ionenbindung geht, daher spricht man von einem Ionencharakter.

Geändert von 3_of_8 (28.02.2010 um 20:08 Uhr)
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