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Alt 23.01.2010, 19:45   #4   Druckbare Version zeigen
Fietje Männlich
Mitglied
Beiträge: 19
AW: Elektronenkonfiguration, Planetenmodell, etc.

Moin,

das ist schon richtig so wie Du es siehst. Das mit der Wertigkeit von Kupfer hat mit dem vollen d-Orbital zu tun (energetisch günstiger, volle Schalen). Es existiert ja durchaus auch ein stabiles Kupfer(II)oxid (CuO). Beide Oxide bilden sich beim Erhitzen von metallischen Kupfer an der Luft ... für die Aufgabe ist allerdings sicherlich Cu2O das "bevorzugte" Oxid, ohne genaueres zu hinterfragen.

Mit den Ladungen ist das ganz einfach, du musst bei Reaktionen ja immer auf beiden Seiten die gleiche Ladungs- und die gleiche Massenbilanz haben. Es darf also nichts einfach verloren gehen, bzw. dazu kommen. Dementsprechend gleicht es sich ja auch aus:

4*Cu+ --> 4 positive Ladungen
2*O2- --> 4 negative Ladungen

--> ausgeglichene Bilanz, entstehende Verbindung trägt keine Ladung

Die 4 vor dem Cu+ ergibt sich aus der Betrachtung dieser Elektronenübertragung. Es werden für die Ionisierung von Sauerstoff 4 Elektronen benötigt. Da allerdings pro Kupferatom nur 1 Elektron abgegeben wird, müssen demnach 4 Kupferatome ionisiert werden, sodass genügend Elektronen vorhanden sind:

I: Cu --> Cu+ + e-
II: O2 + 4 e- --> 2 O2-

Am Besten schreibt man sich die Einzelreaktionen auf und vergleicht dann die Anzahl der entstehenden, bzw. benötigten Elektronen. Dann muss man hier z.B. die Reaktion I mit dem Faktor 4 multiplizieren um genügend Elektronen für die Reaktion II zu erzeugen.

Allerdings sehe ich genau aufgrund dieser Regeln die 4 vor dem Cu2O als falsch an, da sich daraus ergeben würde, dass 8 Kupferionen benötigt werden, die auf der linken Seite nicht vorhanden sind.

Bei Aluminium sieht es dann folgendermaßen aus:

I: Al --> Al3+ + 3e-
II: O2 + 4 e- --> 2 O2-

Hier wird die Gleichung I mit dem Faktor 4 multipliziert --> 12 Elektronen werden gebildet. Die Gleichung II wird mit Faktor 3 multipliziert --> 12 Elektronen werden benötigt.

Gesamtgleichung: 4Al + 3O2 --> 2Al2O3

Deine gekürzte Ionenschreibweise geht natürlich auch, man könnte aber z.B. auch mit Dezimalbrüchen arbeiten, sodass sich z.B. gekürzt durch 2 eine benötigte Stoffmenge von 1,5mol O2 zu 2 mol Al ergibt.

Ich hoffe ich hab keine Frage übersehen oder noch nicht hinreichend beantwortet, wie gesagt, einfach nachfragen wenn noch was ist.

Gruß,
Fietje
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