Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 14.01.2010, 13:35   #8   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Poolwasser treatment

Hallo Geane,
danke für die Links, die werde ich mir bei Gelegenheit auf jeden Fall einmal ansehen. In Deutschland ist das mit solchen Materialien immer schwierig, weil diese für den Einsatz im Trinkwasser eine besondere Erlaubnis benötigen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was sich dahinter verbirgt .

Zu den Metallen:
Eisen und Mangan sind grundsätzlich eher unschädlich, in Deutschland sind sie nur aus rein optischen Gründen in der Trinkwasserverordnung mit einem Grenzwert versehen. Man sieht schon bei geringen Konzentrationen von Eisen und Mangan eine Gelbfärbung des Wassers und die weiße Wäsche könnte einen "Gelbstich" bekommen.
Natürlich will man durch die Grenzwerte auch verhindern, dass sich große Mengen der Metalle als "Patina" in den Rohrleitungen absetzen und dort evtl., zusammen mit Biofilm eine Nährstoffgrundlage für Bakterien bilden. Außerdem könnte sich teile dieser Patina bei unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten ablösen und als "Krümel" beim Endverbraucher ankommen. Kupfer ist ein anderes Metall, hier ist es wirklich ein Grenzwert auf toxischer Grundlage. Das ist mir aber bei Eisen und Mangan nicht bekannt.

Eisen und Mangan liegen im Wasser entweder gelöst als Ionen vor (wie z.B. Natrium oder Calcium auch) oder als Feststoffe wie Rost- und Braunsteinpartikel.
Wenn man die gelöste Form vorliegen hat, bewirkt das Chlordioxid eine Reaktion, meisst, dass der Feststoff ensteht. Da steht dann halt kein Chlordioxid mehr zur Desinfektion zur Verfügung, daher entfernt man die Metalle vorher. Mit Aluminium kann man Flocken bilden, die dann abfiltriert werden können, hier bekommt man aber meist nur die festen Formen von Eisen und Mangan heraus und Trübstoffe und Dreck. Am Sinnvollsten ist bei gelöstem Eisen und Mangan Kaliumpermanganat, dass auch wieder die Feststoffe bildet, die dann abfiltriert werden können. Grundsätzlich gibt es auch noch ander Flockungsmittel und Flockungshilfsmittel (Eisen(III)-Chlorid, Polyaluminiumchlorid); die eingesetzt werden können.
Schwierig ist jedoch, dass diese Mittel einen bestimmten pH-Bereich benötigen, in dem sie funktionieren: Bsp: Al2(SO4)3: pH 6,4-7,0, KMnO4: ~pH 7,0-7,2.

Also in dem Fall des Pools müsste man dann entscheiden, ob sich der große Aufwand und die regelmäßigen Kosten lohnen, oder ob man in Kauf nimmt, höhere Mengen an Desinfektionsmittel zu verbrauchen. Muss man wahrscheinlich von Fall zu Fall entscheiden...
Auch die Menge an Flockungsmittel ist unterschiedlich, hängt halt von der Menge und Form des Eisens und Mangans ab. Der Sandfilter sollte eigentlich funktionieren.

Liebe Grüße aus der Kälte und dem Schnee ind die Sonne (da bekomme ich direkt Fernweh), Tanja
  Mit Zitat antworten
 


Anzeige