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Alt 04.01.2010, 23:58   #5   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.878
AW: Klausur-Vorbereitung/Reaktionsgeschwindigkeit

Zitat:
Zitat von Lukianenko Beitrag anzeigen
Was bedeutet das Minus vor der Gleichung für die Reaktion?
im einen fall wird die reaktionsgeschwindigkeit an der abnahme des edukts festgemacht (neg. vorzeichen), im anderen falle an der zunahme des produkts (pos. vorzeichen)
mithin sind die beiden bezugs-"c" verwirrenderweise nicht identisch, eine echte paedagogische meisterleistung fuer ne abi-frage
zusatzanmerkung: obschon die beiden werte chemisch natuerlich gekoppelt sind (verschwindendes edukt bedingt entstehendes produkt) muessen die zahlenwerte fuer c jedoch nicht gleich (bei unterschiedlichem vorzeichen) sein: es kann auch durchaus z.b. pro mol umgesetztes edukt lediglich ein halbes mol entstehendes produkt zu verzeichnen sein (beisp: Na + 2 H+ --> 1/2H2 + Na+ ; -d[Na]/dt ungleich d[H2]/dt)
v ist mithin sensibel mit blick darauf auf welche komponente es sich bezieht


Zitat:
Zitat von Lukianenko Beitrag anzeigen
Was von beiden ist ein Differenzenquotient bzw. ein Differenzialquotient, warum ist das für die Chemie wichtig?
meiner ansicht nach bringt die formulierung eine reaktion erster ordnung jeweils bezueglich der c zum ausdruck
da c sich im reaktionsverlauf aendert, aendert sich auch v permanent, weshalb dann beide ausdruecke als differentialquotienten dC/dt aufzufassen sein muessten


Zitat:
Zitat von Lukianenko Beitrag anzeigen
6. Warum reagiert Magnseium mit Salzsäure heftiger und mit Ethansäure (Essigsäure) schwächer?
vermutlich moechte man hier von dir hoeren dass essigsaeure die schwaechere saeure als salzsaeure ist, mithin die [H+] bei salzsaeure hoeher ist
und wenn V ~ c[H+].....

leider ist auch diese aufgabe abermals schwach formuliert, denn man kann durchaus essigsaeure, HCl mit gleichem initial pH herstellen (die essigsaeure ist i.d.r. sodann allerdings hoeher konzentriert, aber davon steht ja nix in der aufgabe), die dann eben auch initial gleichschnell reagieren (die v bei Mg, H+ ist proportional H+)
interessant wird dann die frage wie schnell sich protonen aus undissoziierter essigsaeure nachbilden (der pKs liefert hier keine aussage!)...
und da c0(CH3COOH)>>c0HCl )--> c(H+) ist bei essigsaeure quasikonstant, bei HCl schnell stark abfallend) denke ich fast dass wenn man den versuch real durchfuehrt, und Mg in HCl-, Essigsaeure-loesungen gleichen pH's wirft sich wohl zeigen wird dass entgegen der von dir erwarteten analyse das Mg in der essigsaeure schneller verbraucht ist als in der HCl (wobei da dann noch ein paar andere faktoren mit hineinspielen in der feinbetrachtung)

gruss

ingo
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