Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 04.01.2010, 19:32   #7   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.879
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

Hi,

du brauchst auch fuer das aufstellen der lewismaessigen formel i.d.r. ein gewisses mass an vorabinformationen (sofern das ergebnis nicht mangels alternativen eindeuig ist, also N2 oder CO oder sowas)

konkret beim H3PO4 bedeutet das z.b., das man dir vorab mitteilen muss dass dort die konstellation O=P(OH)3 gemeint ist, und nicht z.b. O=PH(OH)(OOH){entspraeche ja auch der summenformel)...
...diese unterscheidung laesst sich allein aus der summenformel heraus naemlich nicht treffen

so, mit diese vorinfo zerlegst du das problem nunmehr wie folgt:

du weisst den "ueblichen verdaechtigen" zunaechst formal ihre ueblichen oxidationsstufen zu, d.h:

O= bekommt 2 elektronen die es zu sich zieht
-OH bekommt ein elektron das es zu sich zieht
1* (=O) + 3 * (-OH) macht 5 entzogene elektronen, --> P +V
entsprechend seiner stellung im periodensystem ist der phosphor somit formal um seine saemtlichen elektronen erleichtert worden, und in seiner koordinatiosspaere sind lediglich die 4 substituenten =O, und 3 -OH unterzubringen, nicht jedich noch irgendwelche freien elektronenpaare
weiterhin sieht man dass das thema "radikal" hier keines ist

fuer 4 substituenten ist der tetraeder die ausgangs-verdachtsgeometrie, mit P im zentrum und OH, OH, OH und O an den ecken

jetzt beruecksichtigt man noch dass P weder gut doppelbindungen machen kann noch d-orbitale erreichen, woraus dann folgt dass die O=P bindung besser als (-)O-P(+) zu formulieren ist, und schon ist die struktur soweit geklaert:

ein tetraeder mit einem (formalen) P(+) in der mitte, und den substituenten -OH, -OH, -OH und -O(-) (formal) an den eckpunkten

gruss

ingo
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige