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Alt 02.01.2010, 19:36   #11   Druckbare Version zeigen
rsommer Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.168
AW: Kohlensäure in Erfrischungsgetränken

3
Zitat:
Zitat von kaliumcyanid Beitrag anzeigen
Deine Formel stimmt so nicht. C=O hat man nur einmal, die beiden anderen Sauerstoffatome sind über C-OH verknüpft. Kohlenstoff ist vierbindig. Die Kohlensäure sieht so aus wie im Anhang (Bildmitte).

Zum einen hat man eine chemische Reaktion, die Protonierung bzw. Bildung der Kohlensäure; zum anderen physikalische Effekte. Man kann sich das so vorstellen, dass sich die jeweils entgegengesetzten Ladungen anziehen (siehe Anhang, die roten Pfeile zeigen die Wechselwirkungen. Zur Bildung der Kohlensäure wird entsprechend Wasser addiert, das ist aber keine feste Verbindung, sondern allenfalls recht lose (zerfällt gerne und schnell).

H2O + CO2 -> H2CO3
die linke Seite der Gleichung (Edukte) zeigt die "physikalische Seite", die rechte Seite (Produkte) die "chemische Seite" der Reaktion.
Das ist leider nicht ganz richtig. Wie gesagt: In wässrigen CO2-Lösungen (Sprudelwasser) findet die oben erwähnte chemische Reaktion so gut wie überhaupt nicht statt. Die Erläuterung von kaliumcyanid bezieht sich auf eine theoretische Reaktion, die in Wasser aber praktisch nicht auftritt. Selbst unter Druck wird zwar mehr Kohlendioxid im Wasser gelöst, es ist aber nur ein verschwindend geringer Teil H2CO3 in der Lösung vorhanden (s.o.). Das CO2 ist natürlich durch Dipol-Dipol-Wechselwirkungen mit einer Hydrathülle umgeben, im Prinzip so, wie es der Fragesteller gezeichnet hat, nur mit dem Unterschied, dass es keine stöchiometrischen Verhältnisse gibt und dass das CO2-Molekül nicht gewinkelt ist. Wasserfreie Kohlensäure existiert aber tatsächlich und ist sogar (aber nur in strenger Abwesenheit von H2O) recht stabil.
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Gruß,
rsommer

Geändert von rsommer (02.01.2010 um 19:42 Uhr)
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