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Alt 08.12.2009, 21:53   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Konduktometrisch

Prinzipiell sollten konduktometrische und potentiometrische Indikation geeigent sein. Allerdings : wenn man vereinfachend davon ausgeht, dass alle im Wein enthaltene Säure als Weinsäure betrachtet werden kann, hat man es ja mit einer mehrwertigen Säure zu tun. Die Äquivalenzpunkte der höheren Protolysestufen sind in einer konduktometrischen (und auch in einer potentiometrischen) Titrationskurve aber manchmal schwer zu lokalisieren. Ich stelle mir vor, dass es am einfachsten wäre, unter potentiometrischer Indikation bis zu einem festgelegten pH zu titrieren.
In der Prüfvorschrift auf Citronensäure in Früchtetee bspw titriert man bis zu einem pH von 7, obwohl das nicht wahrscheinlich nicht 100%ig mit dem pH des letzten Äquivalenzpunktes übereinstimmt. Eine ähnliche Vorschrift wird es wohl auch irgendwo für Wein geben.
Ich habe manchmal im Praktikum den Weinsäuregehalt eines Weissweins bestimmen lassen, und habe dabei die Anweisung gegeben, bis zum Umschlag von Phenolphthalein mit Natronlauge zu titrieren. Es hat sich herausgestellt, dass man damit sehr vernünftige Ergebnisse erhält.
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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