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Alt 02.12.2009, 15:13   #1   Druckbare Version zeigen
CineX Männlich
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Themenersteller
Beiträge: 201
Bernstein Sauerstoffeinschlüsse^

Hallo,

ich informiere mich gerade über Bernsteine und dabei habe ich einen interessanten Artikel entdeckt. In dem Artikel geht es um den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre zur Zeit der Dinosaurier. In dem Bernstein sollen Lufteinschlüsse entdeckt worden sein, welche anschließend auf den Sauerstoffgehalt überprüft worde sind. Ich frage mich in diesem Zusammenhang: Müsste der Sauerstoff nicht mit dem Bernstein reagieren und sich dadurch verbrauchen? Oder benötigt es für die Oxidation des organschen Materials mehr als nur Sauerstoff (also noch UV Licht und oder Radikale). Also mir geht es um die Aussagekraft dieser Messung. Wie sicher kann denn ein Spektrometer Sauerstoff innerhalb der Blase nachweisen? (Im Artikel wurde erklärt, dass die Analyse mittels eines Spektrometers durchgeführt wurde). Anbei ein Ausschnitt des Artikel mit Link auf die Onlineversion:

Zitat:
... Dafür aber andere Möglichkeiten. So haben Robert Berner von der Yale University und Gary Landis vom US Geological Survey bereits gegen Ende der 1980´er Jahre Bernstein untersucht und dabei winzige, nur 10 Mikrometer große Luftblasen gefunden (Science, Vol.238, S. 890). Diese wurden mit einem Quadrupol Massenspektrometer analysiert. Es hat sich dabei gezeigt, dass in 80 Millionen Jahre altem Bernstein eingeschlossene Luft rund 30 Vol% Sauerstoff enthielt. In 25 Millionen Jahre altem Bernstein aus der Dominikanischen Republik fand sich etwas weniger Sauerstoff als in der heutigen Luft und im Baltischen Bernstein von 40 Millionen Jahren lag der Luftsauerstoffgehalt auf dem selben Niveau wie heutzutage. Die eigentliche Überraschung dabei war die Tatsache, das sich überhaupt nennenswerte Sauerstoffgehalte in der eingeschlossenen Luft fanden. Bis zu dem Zeitpunkt war man der Meinung, dass Sauerstoff, der von einem Tropfen Baumharz eingeschlossen wird, entweder mit dem Harz reagiert oder von Bakterien veratmet wird. Somit waren Sauerstoffgehalte deutlich über 30% ein ermutigendes Zeichen für die Methode. Die Bläschen standen nicht nur unter rund 10 Atmosphären Druck, welchen die überlagernden Sedimente auf den Bernstein ausgeübt hatten. Auch das Verhältnis von Sauerstoff plus aus Sauerstoff durch Stoffwechselvorgänge entstandenem Kohlendioxid zu dem chemisch trägen Stickstoff war in Bernsteinen des selben Alters immer gleich, auch wenn in einzelnen Bläschen der Sauerstoffgehalt schwankte. Auch bei heutigen Baumharzen stimmt das Sauerstoff-Stickstoff Verhältnis in den Luftbläschen mit dem der Atmosphäre überein....
Quelle: http://webspace.webring.com/people/fg/gunnar_ries/ozwei.html
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