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Alt 28.11.2009, 06:44   #16   Druckbare Version zeigen
Firlefanz07  
Mitglied
Beiträge: 76
AW: Schwefelsäure und Kalilauge, welches Salz bleibt zurück...?

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Zumindest kann man dies nicht allgemein so sagen. So können sich die Löslichkeitsverhältnisse des jeweiligen Sulfats und des entsprecheden Hydrogensulfats durchaus so verhalten, dass das Sulfat auch dann entsteht, wenn Schwefelsäure im Überschuss vorliegt.
Welches Salz genau entsteht läßt sich doch ganz einfach an der Stöchiometrie ablesen:

Stöchiometrie:
Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
Schwefelsäure : 10 ml x 1 mmol/ml = 10 mmol
Kalilauge : 10 ml x 1 mmol/ml = 10 mmol

Verhältnis 1:1.
Ergebnis:
Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
Kaliumhydrogensulfat. Nachrechnen!
Rechnung:

Dazu die pKS-Werte:
pKS(H2SO4) = ~-3
pKS(HSO4-) = 1,92
pKB(SO42-) = 12,1

Es entsteht somit Kaliumhydrogensulfat KHSO4

"TRICK":

Auch hier liegt der "Trick" wieder im Detail ("Welches Salz erhält man"):
Nach der Neutralisation liegt zwar auch folgendes vor (siehe pKS-Werte):
H3O+ + SO42-

Was passiert mit diesem Anteil aber nun wenn man der Lösung Wasser entzieht?
H3O+ - H2O + SO42- + K+ -> KHSO4

Neutralisationen verhalten sich stöchiometrisch, weshalb genau der Grund ist, warum man mit ihnen maßanalytisch arbeiten kann. (Genauer: Weil sie stöchiometrisch sind, kann man maßanalytisch arbeiten).

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Zumindest kann man dies nicht allgemein so sagen. So können sich die Löslichkeitsverhältnisse des jeweiligen Sulfats und des entsprecheden Hydrogensulfats durchaus so verhalten, dass das Sulfat auch dann entsteht, wenn Schwefelsäure im Überschuss vorliegt.
Nein, weil es nicht von der Löslichkeit abhängt. Die Löslichkeit spielt keine Rolle, da nichts ausfällt. Ohne Ausfall auch kein Einfluß auf das MWG. Das Sulfat kann nicht entstehen wenn die Schwefelsäure im 2-fach oder größeren (bezogen auf das normal) Verhältnis vorliegt.

Aber abhängig von der Stoffmenge kann unterschiedliches entstehen:
H2SO4 zu KOH (in mol) >= 1 -> Kaliumhydrogensulfat *
H2SO4 zu KOH (in mol) >0,5 und <1 -> Kaliumhydrogensulfat und Kaliumsulfat
H2SO4 zu KOH (in mol) = 0,5 -> Kaliumsulfat
H2SO4 zu KOH (in mol) < 0,5 -> Kaliumsulfat und Kaliumhydroxid

Wie eben erwähnt, es hängt von der Stöchiometrie ab.

* bei >1 verdampft auch SO3 beim eindampfen, allerdings wird es dann extrem kompliziert, denn bei diesen hohen Temperaturen wird auch das Hydrogensulfat termisch zersetzt.

Geändert von Firlefanz07 (28.11.2009 um 07:11 Uhr)
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