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Alt 28.11.2009, 00:33   #3   Druckbare Version zeigen
Stoni5 Männlich
Mitglied
Beiträge: 65
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

Hallo,

da ich mich im Studium auch gerade mit diesem Thema auseinander setze, versuch ich mich mal um eine Antwort:
Soweit ich weiß, gibt es keine allgemeine Regel, und auswendig lernen ist in der Chemie eh nicht sooo gut

Also nach der Regel hätte Phosphor vier Bindungen zu den Sauerstoffatomen, wobei eines davon eine negative Formalladung trägt. Als Folgerung davon (weil H3PO]4 ist ja neutral), trägt das Phosphor eine positive Formalladung. Nun hat mein Dozent gesagt, dass diese Grenzformel sehr wohl eine (n.s.M.n. sehr wahrscheinliche) Möglichkeit sei, die Phosphorsäure dazustellen. Aber das beantwortet ja nicht deine Frage .
Kennst du die Regeln für mesomere Grenzformeln? Eine davon lautet, dass die wahre Grenzformel diejenige ist, die am wenigsten Formalladungen trägt. Da Phosphor eben in der dritten Periode steht, kann es durch Einbindung des d-Orbitals das Oktett überschreiten. Mit diesem Wissen ist es daher möglich, das freie Elektonenpaar das Sauerstoffs mit negativer Partialladung einfach umklappen zu lassen. Sauerstoff erfüllt dann immer noch die Oktettregel, hat keine Formalladung mehr (da tatsächliche und eigentliche Elektronenzahl übereinstimmt) und Phosphor hat nun 10 Elektronen in den Bindungen. Wenn man die Bindungen teilt, entspricht das 5 Elektronen, d.h., Phosphor trägt keine Formalladung mehr. Die Regel der mesomeren Grenzformel ist also erfüllt.
Ich hoffe, dass dir das hilft
PS: In Verbindungen wie BrF3u.a. ist dasselbe der Fall. Man kann daher mit dieser Rechung nur die Zahl an Bindungen ausrechnen, unter derer alle beteiligten Atome die Oktettregel erfüllen. Aber das ist schon mal ein Anfang
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