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Alt 09.11.2009, 11:34   #2   Druckbare Version zeigen
Sponk Männlich
Mitglied
Beiträge: 966
AW: Chemisch Rechnen, ein Mysterium?

Zitat:
Zitat von noelleS Beitrag anzeigen
Zur Analyse des Urangehalts analysieren Sie eine Aufschlusslösung, in der Sie eine U-Konzentration von 5ppb messen. Diese Lösung hat eine ρ von 1,05g/ml.

Zur Herstellung dieser Lösung haben Sie 1000mg eines Gesteins eingewogen und in 100ml Lösung gebracht.
Von dieser Probe haben Sie 1 ml entnommen und auf 50ml aufgefüllt.
In dieser Lösung haben Sie die Konzentration und die Isotopenzusammensetzung gemessen.
Ich halte die Aufgabe für unglücklich formuliert. Ich verstehe das so, dass die gemessenen 5 ppb in der verdünnten Probe bestimmt wurden. Zur Ermittlung des Gehalts in der Gesteinsprobe musst Du also die ganzen Verdünnungen zurück rechnen (und annehmen, dass sich die Dichte nie ändert).

Zitat:
Zitat von noelleS Beitrag anzeigen
1) Wenn meine Lösung eine Dichte von 1,05g/ml hat, müssten die 100ml ein Gewicht von 100*1,05=105g haben, oder muss ich dazu noch die 1000mg Gestein rechnen?
Nein, die Lösung inkl. der aufgelösten Gesteinsprobe hat ja eine Dichte von 1,05 g/ml, folglich berücksichtigt dieser Wert bereits die Masse der Gesteinsprobe.

Zitat:
Zitat von noelleS Beitrag anzeigen
2) wenn 100ml Lösung eine Konzentration von 5ppb haben, müsste, aus einer Schlussrechnung, 1 ml 0,05ppb haben und folglich 50ml 2,5ppb, oder?
Diese Rechnung sollte zwar nach dem oben gesagten meines Erachtens nach nicht mehr relevant sein, der Vollständigkeit halber sei aber darauf hingewiesen, dass Du hier zwei Denkfehler machst:
1. ppb ist eine Konzentrationsangabe! Wenn Du von einer 10%igen Lösung die Hälfte entnimmst, wird sie immer noch 10%ig sein, auch wenn nur noch die halbe Masse vorhanden ist.

Und 2. wenn Du eine 10 Gew.-%ige Lösung durch Verdünnung auf die doppelte Masse bringst, dann wird sie nur noch 5 Gew.-%ig sein. Eine Verdünnung führt nicht zu einer Aufkonzentration!
__________________
Alle Verallgemeinerungen sind falsch, immer und überall.
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