Anzeige


Thema: Praktikum
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 04.11.2009, 09:26   #5   Druckbare Version zeigen
Skiff weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Praktikum

Linienspektren
Bringt man bestimmte Salze der Alkali – und Erdalkalimetalle in die Brennerflamme, so erkennt man jeweils charakteristische Flammenfärbungen, die zum Nachweis dienen können. Diese Färbungen entstehen dadurch, dass die äußeren Elektronen (Valenzelektronen) der Atome durch Energiezufuhr, z.B. hohe Temperaturen, auf ein höheres Energieniveau angehoben werden und beim Zurückfallen auf das Grundniveau die aufgenommene Energie in Form von Licht bestimmter Wellenlänge wieder abgeben. Die Analyse dieses Lichtes mit Hilfe eines Spektroskopes (Spektralapparat) liefert für die einzelnen Elemente charakteristische Spektrallinien. Die weit außen angeordneten Valenzelektronen der Alkalimetalle und ihrer Salze können besonders leicht angeregt werden. Auch die Erdalkalimetalle und ihre Salze ergeben charakteristische Flammenfärbungen, die linienreicher sind als die Spektren der Alkalimetalle.
Die einzelnen Elemente lassen sich besonders gut erkennen, wenn man reine Salze verwendet. Gut geeignet zur Flammenanalyse sind die relativ leicht verdampfbaren Halogenide. Für Natriumchlorid kann man beispielsweise folgenden Ablauf formulieren:
NaCl (s) -Energie----® NaCl (g) -Energie----® Na (g) + Cl (g)
Na (g) -Energie----® Na * (g) -Energie----® Na (g) + DE (Licht, l= 589nm)
Angeregter Zustand *

(s)=solid
(l)= liqiud
(g)=gas
DE bezeichnet die Energiedifferenz zwischen angeregtem Zustand und Grundzustand.
Je größer der Energiebetrag DE ist, umso kleiner ist die Wellenlänge des ausgesandten Lichtes (Verschiebung im Spektrum nach blau.)


Mit Zeichnung eines angeregten Natriumions.




***********************
Neutralisationsanalyse

Der Äquivalenzpunkt bei einer Neutralisationsanalyse lässt sich auf verschiedene Weise ermitteln (Säure/Base-Indikator, pH-Wert-Messung, Änderung der Leitfähigkeit).
Wenn man während der Titration die Änderung des pH-Wertes mit einem pH-Meter verfolgt, so spricht man von einer potentiometrischen Titration. (Potentiometrie = Spannungsmessung.)
Die Änderung des pH-Wertes hängt dabei einerseits von der Stärke einer Säure bzw. Lauge ab, andererseits von der Wertigkeit der Säure (Anzahl der Säureprotonen im Molekül). Der Verlauf der Änderung lässt sich mit Hilfe der Säure/Base-Theorie vorhersagen. Aus dem Kurvenverlauf lässt sich aber nicht nur die Konzentration einer unbekannten Säure oder Lauge berechnen, es lassen sich noch weitere Informationenüber die Säure/ Base-Eigenschaften gewinnen.
Aufgrund der großen Bedeutung von Titrationskurven werden verschiedene Säuren und Laugen gegeneinander titriert und die Änderung des pH-Wertes während der Analyse wird jeweils aufgezeichnet.


******************
Komplexometrie

Komplexverbindungen sind in der Chemie von großer Bedeutung. Sie sind, wie der Name sagt, „komplex“ zusammengesetzte Verbindungen. Sie bestehen aus einem Zentralatom, das von mehreren Ionen oder Molekülen umgeben ist, den Liganden.
Die Liganden sind mit einer speziellen chemischen Bindung, der Komplexbindung, an das Zentralatom gebunden. Bei dieser Form der chemischen Bindung, die im Allgemeinen weniger fest ist als eine kovalente Bindung, stellt der Ligand das Elektronenpaar für die Bindung zur Verfügung.
Durch die Komplexbildung werden die Eigenschaften von Zentralatom und Liganden grundlegend verändert.
Also Zentralatom wirkt in der Regel ein positiv geladenes Metallion. Besonders stabile Komplexe bilden die Nebengruppenelemente aus. Komplexverbindungen der Nebengruppenelemente sind häufig intensiv gefärbt.
Die Anzahl direkter Bindungen zwischen Zentralatom und Liganden wird Koordinationszahl genannt. Es ist auch möglich, dass ein Ligand mehrere Komplexbindungen mit einem Zentralatom eingeht. In diesem Fall spricht man von einem mehrzähnigen Liganden. Komplexe mit mehrzähnigen Liganden bezeichnet man auch als Chelatkomplexe.
Während manche Komplexverbindungen, z.B. Aquakomplexe wie [Co(H2O)6]2+, schon bei leichtem Erhitzen zerfallen, also verhältnismäßig instabil sind, bilden Chelatkomplexe häufig sehr stabile Komplexverbindungen.
Die Ladung der Komplexverbindung entspricht der Summe der Ladungen von Zentralatom und Ligand.


Mit Zeichnung eines Kupfer(II)sulfat-PenahydratIons.


Was meint ihr?




Skiff ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige