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Alt 18.10.2009, 18:26   #12   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.881
AW: Stoffdefinition bei Tautomeren, Mesomeren und Ampholyten

Zitat:
Zitat von sk83 Beitrag anzeigen
Irgendwie widerspricht sich das.
die verwirrung ist rein sprachphilosophischer natur

begriffe sind per se (fast immer: die mathematik bemueht sich um eindeutigkeit) unscharf, weil das verstaendnis kontextsensitiv und sender/empfaengerspezifisch ist.

und grade der stoffbegriff in der chemie bietet neben den bereits diskutierten fallen ja noch manche weitere moeglichkeit spitzfindig zu werden, beispiel:
solange wir ueber cyclohexan als loesungsmittel in einer feld-, wald- und wiesenreaktion reden komme ich mit dem traditionellen (unscharfen) stoffbegriff ausgesprochen gut klar. waere ich jedoch hingegen mit speziellen problemen der PC befasst, koennte es sein dass mir der unterschied zwischen sessel - und wannenform ploetzlich wichtig wird (tieftemperatur-NMR zum beispiel) und dass ich bei den beiden konformeren dann jeweils einen eigenstaendigen stoffcharakter (--> unterschiedliche physikalische eigenschaften) zuordne.

der stoffbegriff muss also dem diskutierten sachverhalt angemessen sein, allein das scheint mir entscheidend. von daher halte ich einen "umfassenderen und somit universellen" stoffbegriff fuer schwer praktikabel - aber auch net fuer erforderlich

gruss

ingo
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