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Alt 25.09.2009, 11:19   #26   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
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Anmerkungen

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied
Sind wir uns einig darüber, dass es sich beim H2+ - Ion im Grundzustand um eine einzige Wellenfunktion handelt
Das ist unstrittig, aber auch nichts besonderes. Die Schrödinger-Gleichung sagt doch genau dies aus: Jeder Zustand wird durch eine Wellenfunktion beschrieben.
Dass das in der täglichen Anwendung oft komplizierter ist, liegt an der Schwierigkeit, die SGl. für größere Moleküle exakt zu lösen.

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied
und nur das Näherungsverfahren diese Wellenfunktion näherungsweie aus zwei Atomfunktionen zusammenzusetzen versucht.
H2+ läßt sich, da es nur ein Elektron hat, exakt lösen. Eine Näherung ist demnach nicht erforderlich. Der Austauschoperator ergibt sich auch nicht aus den Näherungsverfahren. Insofern halte ich die Darstellung aus den o.g. Quellen für zulässig.

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied
dass die Näherungsfunktion auch die Ladungsverteilung vergleichbar genau wiedergibt.
Alle Darstellungen der Ladungsverteilung von Elektronen im Molekül sind Projektionen der (komplexen) Wellenfunktion in eine physikalisch vorstellbare Größe - die Elektronenverteilung kann durch Neutronen-(?)Beugung abgebildet werden. Die Projektionen beinhalten jedoch immer eine mathematische Vorschrift, die
-nicht eindeutig ist
-in ihren Parametern durch den Ausführenden wählbar ist

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied
Was sich z.B. darin zeigt, dass die Anwendung des HELLMANN - FEYNMAN - Theorems auf ( ansonsten brauchbare ) Näherungsfunktionen zu völlig unbrauchbaren Ergebnissen führen kann.
Hier ergibt sich für mich die Schwierigkeit, dass wir in unterschiedlichen Ansätzen argumentieren. Die Anwendung des Hellmann-Feynman-Theorems auf quantenmech. Rechnungsergebnis ist mir nicht vertraut und deshalb vermag ich keine Verbindung zu ziehen. Ohne es recherchiert zu haben vermute ich, dass die Ergebnisse des H-F-Theorems eine reelle Projektion (kinet. und pot. Energie) der Wellenfunktion darstellt.

Ausser dem Kutzelnigg-Artikel gibt es einige weitere, neuere Aufsätze, die sich mit der Problematik auseinandersetzen. Ich bin auch gerne bereit, mittels ab initio Rechnungen beispielhafte Modelle zu rechnen. Dafür muss ich mir jedoch erst einmal über die Fragestellung und genaue Zielsetzung klar werden.

Falls weitere Theoretiker mitlesen: was wäre denn eine berechenbare molekulare Eigenschaft, die die ursprüngliche Frage
Zitat:
Warum sollten sich also zwei Elektronen mit negativer Ladung zu einem bindenden Elektronenpaar zusammentun ?
(Formulierung von ricinus) klären kann?

Grüße
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
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