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Alt 05.09.2009, 16:46   #35   Druckbare Version zeigen
charlies911  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Chemische Reaktion für Feuerwehrübung gesucht

Zitat:
Zitat von hw101 Beitrag anzeigen
Was die Realität betrifft beschränke ich mich nur auf die Fakten. Ich habe vollstes Verständnis für Betriebs- und Berufsfeuerwehren jedoch fehlt mir dieses für den immer stärkeren Wildwuchs von freiwilligen Feuerwehren in jedem Nest, eine ähnliche Entwicklung wie man dies bei privaten Krankentransportunternehmen(grünes Kreuz) am Land beobachten kann.

Musterbeispiel ist das Dorf St.Peter am Ottersbach(Stmk.) mit 8 Feuerwehren - wie überall vor Landtags- und Kommunalwahlen mit modernsten Gerät und Furhrpark auf Kosten des Steuerzahlers ausgestattet.

Hat ein Nest ein neues technisches Spielzeug - überdimensioniert und mit mangelnder Auslastung für Unsummen angeschafft, giert natürlich gleich das nächste Nest nach dem gleichen Spielzeug um mit dem Eifer Schritt zu halten...

Würden Feuerwehren wie andere Unternehmen auch mit wirtschaftlicher Erfolgsausrichtung geführt, gäbe es keine Probleme - was Krankenhäuser schaffen sollten FF doch auch zuwege bringen.

Bislang habe ich persönlich durch Feuerwehren nur Nachteile erfahren.

Ich werde mich hüten unsere FF zu besuchen - im Gegenteil ich hoffe inständig, dass ich die Typen nie auf meinem Grund dulden muss. Ach ja, dass durch den Löscheinsatz meist mehr Schaden als durch den Brand selbst entsteht ist Dir wohl bekannt...?


as ist ja der Punkt - würde man verantwortungsvoll und mit etwas Weitsicht handeln käme es gar nicht soweit...

Allein wie viele historische, öffentliche Gebäude heute abbrennen obwohl es heute unheimlich rigorose Brandschutzbestimmungen und bauliche Maßnahmen gibt um dies zu verhindern. Die Gebäude stehen seit Jahrhunderten und brennen nun trotzdem immer öfter ab!

Die Leute haben ein Gleichgültigkeitsgefühl entwickelt. Brennt es dann einmal oder kracht es auf der Straße huschen viele vorbei - weil wird schon einer zuständig sein.
Würde mir einer den Betrieb anzünden, könnte ich mich bestimmt nicht auf Befehl eines Beamten zurücklehnen und die Feuerwehr quasi als 'Eventmanager' agieren lassen. Verliere ich meinen Betrieb hätte ich fast alles verloren - da brauch ich keinen Torfkopf der sich wichtig macht und endlich seinen Auftritt hat.

Bis ich dem Feuerwehrmann erklärt habe wo die Acetylenflasche steht und der in dem verwinkelten Komplex auch wirklich dahin gefunden hat, bin ich 5 Mal dort und habe den Sauerstoff und einige andere Dinge auch schon auf der Schulter. Die sollen sich im Fall des Falles besser um die 15t Heizöl im Keller kümmern.

35 Jahre hat es nie gebrannt - ich hoffe wir schaffen den 'Geistesakt' der dem Szenario entgegensteht für weitere 35 Jahre.



Sie haben Verständnis für Betriebs und Berufsfeuerwehren. Aha.
Dann lassen sie sich als erstes gesagt sein, das eine Betriebsfeuerwehr nicht mal eine amtlich anerkannte Feuerwehr ist. Wenn ich selbstständiger Chemiker wäre und mit meinem Gartenschlauch sage "ich bin jetzt eine Betriebsfeuerwehr" dann ist das so !
Interessant wofür sie so Verständnis haben...
Sollten sie Werkfeuerwehren statt Betriebsfeuerwehren , könnte ich ihnen dazu jetzt auch etwas erzählen aber das sprengt hier den Rahmen.
Für Berufsfeuerwehren haben sie auch Verständnis.
Ist ja schön das es diese nur in Großstädten gibt.
Und alle Einwohner von Deutschland die keiner Großstadt wie Berlin, Hamburg, Dortmund, Köln usw. leben haben kein Recht auf eine Feuerwehr ?
Denn fast alle Feuerwehren in Deutschland sind nun mal Freiwillige Feuerwehren. "Meine" Freiwillige Feuerwehr hat z.B. 9 Einsatzfahrzeuge und fährt bis zu 200 Einsätze im Jahr. Soll es uns nicht mehr geben, weil wir eine freiwillige Feuerwehr sind ?
Sie bringen ein Argument vor das überall Feuerwehren aus den Boden sprießen. Kann ich mir nicht vorstellen. Neugründungen sind sehr selten in der heutigen Zeit. Zusätzlich bedarf in jeder Komune einen Feuerwehrbedarfsplan.
In diesem Feuerwehrbedarfsplan steht drin, wie groß eine Feuerwehr dimensioniert sein muss, wieviele Mitglieder sie haben muss, wieviele und welche Fahrzeuge usw.
Wenn es jetzt so ist, das die Hilfeleistungsfrist eingehalten werden muss, dann muss es eben auch mal einen Standort mehr geben mit evtl. nur einem Fahrzeug, damit die Feuerwehr rechtzeitig vor Ort ist.
Lassen sie sich gesagt sein, das es viele Freiwillige Feuerwehrleute gibt, die deutlich besser ausgebildet sind und noch viel mehr Einsatzerfahrung haben als Berufsfeuerwehrleute.
Ein Feuerwehrmann der in einer Feuerwehr mit 200 Einsätzen im Jahr ist und davon mal angenommen nur die Hälfte also 100 mitfährt und von diesen 100 Einsätzen nur 20 Brände dabei sind, hat unter Umständen mehr Feuer gesehen als mancher Berufsfeuerwehrmann.
Mal ein Beispiel von einer Berufsfeuerwehr die ich kenne.
Der Berufsfeuerwehrmann arbeitet erst mal nur jeden dritten Tag. Bleiben 120 Arbeitstage über. Davon zieht man noch 6 Wochen Urlaub ab. Sagen wir es bleiben 100 Arbeitstage über. Davon macht er aber in der Regel 60% Rettungsdienst. Dann bleiben noch 40 Arbeitstage auf einem Löschfahrzeug übrig. Und da es auch in Großstädten lange nicht soviele Wohnungsbrände und Großbrände gibt, kommt der Berufsfeuerwehrmann im Jahr auf 10 Brandeinsätze >= Zimmerbrand. Wir haben ein paar Berufsfeuerwehrleute bei uns im Löschzug.
Selbst die sagen, das sie einen Großteil der Einsatzerfahrung mit der Freiwilligen Feuerwehr sammeln. Und ausbildungsmäßig stehen viele Freiwillige Feuerwehrleute den Berufsfeuerwehrleuten in nichts nach. Eher das Gegenteil kann bei speziellen Sachen wie z.B. Messtechnik der Fall sein.

Ihr tolles Argument das die Feuerwehr mehr Schaden macht, als sie verhindert, darüber kann ich nur lachen.
Wie wollen sie dieses beurteilen, wenn sie noch nie mit der Feuerwehr zu tun gehabt haben ?
Abgesehen davon leben sie glaube ich noch in der zeit um 1980.
In dieser Zeit kam es in der Tat noch vor das Feuerwehren den Ozeanischen Löscheffekt genutzt haben.
Heute gibt es moderne Hohlstrahlrohre die es ermöglichen mit minimalen Wassereinsatz viel Feuer zu löschen. In einer gut ausgebildeten Feuerwehr werden sie es so schnell nicht erleben das sie nach einem Wohnungsbrand die Wohnung nur mit Gummistiefel betreten können.
Haben sie vor Ort eine schlecht ausgerüstete Feuerwehr, so hat diese evtl noch keine moderne Ausstattung und es entsteht mehr Wasserschaden. Aber mehr Ausrüstung wollen sie der Feuerwehr ja nicht zusprechen. Sie haben einen für mich nicht zu verstehenden Standpunkt.

Ihr komisches Argument das Gebäude, die nach modernen Brandschutzbestimmungen gebaut wurden, öfter abbrennen kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das sie das selber glauben.

Ihr Beispiel mit der Acetylenflasche finde ich sehr amüsant. Ich möchte mal sehen wie sie in eine brennende Werkstatt oder was auch immer rennen und die Flasche bergen. Ich denke wir könnten anschließend 2 Beerdigungen begehen. Ihre und die der Acetylenflasche.
charlies911 ist offline   Mit Zitat antworten
 


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