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Alt 01.09.2009, 09:44   #1   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 948
Kohlrabigestank ab 400°C

Guten Morgen!

Situation ist folgende: Ein gebranntes Feuerfesterzeugnis wird im Prüfstand während des Aufheizens ab ca. 400°C zu einer üblen Stinkbombe. Und zwar riecht es nach Kohlrabi, Kollegen riechen da Sauerkraut oder Kanal.

Welcher Stoff kann denn überhaupt derart stinken?

Dass es erst bei diesen Temperaturen beginnt zu stinken führe ich darauf zurück, dass die Probe nicht bei hoher Temperatur gebrannt, sondern nur bei 400-450°C getempert wurde und so noch ein Rest des Binders darin enthalten ist.
Woraus der allerdings im einzelnen besteht weiß ich nicht.

Ich tippe bei dem ganzen mal auf irgendwelche Schwefelverbindungen... (Schwefel ist gut, das stinkt oft )

Hab auch mal das Phänomen nachgeschlagen, dass der Urin nach dem Spargelessen stinken soll. Das soll wohl auch so ähnlich riechen:

S-Methyl-thioacrylat und S-Methyl-3-(methylthio)thioproponiat

Halte bei den Temperaturen allerdings nur die erste Variante für sinnig.

Vielen Dank schonmal im Voraus.
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Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
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