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Alt 26.08.2009, 11:17   #5   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Zu 1:

Schau dich doch mal im Labor um und guck mal, ob es da Gegenstände aus diesen Materialien gibt und was man damit macht und was die während der Benutzung "ertragen" müssen.
Eisen kann man z.B. als Katalysator verwenden. Außerdem werden aus Eisen Abdeckungen oder Stative und Schrauben oder sowas hergestellt. Hat den Vorteil, dass sie billig sind und ruhig kaputt gehen dürfen, wenn mal Säure darauftropft.
Edelstahl wird z.B. bei Vakuumapparaturen im Bereich der Flansche verwendet.
Eine Verwendung für Chrom fällt mir derzeit nicht ein. Ich weiß aber, dass es gute Gleiteigenschaften - auch bei höheren Temperaturen - hat und ein Einsatz in Zylindern sinnvoll wäre. Im chemischen Labor hab ich noch keine verchromten Armaturen gesehen. Übrigens, das was viele als Chrom (vom Auto oder aus dem Bad) kennen ist tatsächlich Chromoxid. Ähnlich wie bei Al bildet sich auf Cr eine passivierende Oxidschicht.

Zu 2:
Viele Eigenschaften lassen sich aus der Verwendung schließen, viele aus der Materialzusammensetzung (bei Edelstahl hängt das ganze von den Legierungselementen ab).
Die allgemeinen Eigenschaften der Metalle kriegst du doch selber zusammen, oder (z.B. el. Leitfähigkeit)? Was bei Eisen noch wichtig sein kann: Es ist magnetisch. Edelstahl ist im Vergleich zu Eisen resistent gegen viele Chemikalien und hat auch bessere mechanische Eigenschaften, vor allem Festigkeit. Ist aber auch teurer, sowohl in der Herstellung als auch Verarbeitung.

Zu 3:
Meinst du das Experiment, wo mit einem Wolltuch über eine Kunststoffstab gerieben wird und der sich auflädt oder kleine Kinder eine Steckdosenfrisur bekommen, wenn sie eine Plastikrutsche runtersausen?
Durch die Reibung werden Elektronen "weggewischt" oder verschoben. Aufgrund der Struktur von Kunststoffen können sie nicht an ihren Platz zurückflutschen oder ausgeglichen werden, wie bei Metallen (Elektronengas-Modell) wodurch es zu lokalem Elektronenüberschuss- bzw. mangel kommt.
Eine lustige Geschichte: Ein Typ trägt gerne Synthetikklamotten. Durch die Reibung, die er während des Gehens erzeugt, staut sich in seinen Klamotten Ladung an, die aber nicht abfließen kann, weil er Schuhe trägt, die keine Erdung zulassen - bis die angestaute Ladung groß genug ist, die Schuhe zu überwinden und sich, einen Brandfleck im Teppich hinterlassend, in den Boden entläd.

Fortsetzung folgt.
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Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
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