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Alt 05.08.2009, 09:30   #4   Druckbare Version zeigen
Sponk Männlich
Mitglied
Beiträge: 966
AW: Standardelektrodenpotenziale (Vorhersage für die Richtung des Reaktionsablaufs; Normalwasserstoffelektrode)

Zitat:
Zitat von DaliaK Beitrag anzeigen
mit dem 2. Punkt kann ich nichts anfangen
Der Betrag des Wikipedia reference-linkNormalpotenzials eines Wikipedia reference-linkRedoxpaares ist die Spannung, die sich aus der entsprechenden Wikipedia reference-linkStandardelektrode des Redoxpaares gegenüber der Wikipedia reference-linkStandardwasserstoffelektrode ausbildet.

Das Vorzeichen gibt die Richtung des Elektronenflusses an. Bei negativem Vorzeichen fließen die Elektronen zur Standardwasserstoffelektrode, d. h. Wasser wird zu Wasserstoff reduziert. Ist das Vorzeichen dagegen positiv, so fließen die Elektronen in umgekehrter Richtung, Wasserstoff wirkt dann als Reduktionsmittel.

Allgemein gilt:
Je niedriger das Elektrodenpotenzial eines Redoxpaares, desto stärker die Reduktionswirkung der reduzierten Form.
Je höher das Elektrodenpotenzial eines Redoxpaares, desto stärker die Oxidationswirkung der oxidierten Form.
Die Richtung einer Redoxreaktion kann nun wie folgt vorhergesagt werden: Eine Redoxreaktion läuft (thermodynamisch/prinzipiell) dann ab, wenn das Wikipedia reference-linkReduktionsmittel das niedrigere Elektrodenpotenzial aufweist und umgekehrt das Wikipedia reference-linkOxidationsmittel damit das höhere Elektrodenpotenzial besitzt.

Beispiel: Welche der folgenden beiden Reaktionen läuft unter Wikipedia reference-linkStandardbedingungen ab?
  1. Cu + Zn2+ {\longrightarrow} Cu2+ + Zn
  2. Zn + Cu2+ {\longrightarrow} Zn2+ + Cu
Die Wikipedia reference-linkelektrochemische Spannungsreihe liefert die folgenden Normalpotenziale für die obigen Redoxpaare:
Zn2+/Zn: E0 = −0,76 V
Cu2+/Cu: E0 = +0,35 V
In der ersten Reaktion ist Kupfer das Reduktionsmittel und Zink(II)-Ionen dienen als Oxidationsmittel. Da jedoch Kupfer als Reduktionsmittel das höhere Potenzial hat als die Zink(II)-Ionen als Oxidationsmittel läuft die Reaktion unter Normalbedingungen so nicht ab. In der zweiten Reaktion ist Zink das Reduktionsmittel und Kupfer(II)-Ionen dienen als Oxidationsmittel. Da Zink als Reduktionsmittel auch das niedrigere Potenzial aufweist als die Kupfer(II)-Ionen als Oxidationsmittel, läuft die Reaktion unter Normalbedingungen ab.

(Das ganze lässt sich auch noch mathematischer Beschreiben, aber ich denke diese Erklärung ist für Deinen Zweck ausreichend.)
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Alle Verallgemeinerungen sind falsch, immer und überall.
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