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Thema: Löslichkeit
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Alt 23.07.2009, 21:28   #4   Druckbare Version zeigen
Peter Schmidt Männlich
Mitglied
Beiträge: 687
AW: Löslichkeit

Hallo,

die Wasserlöslichkeit von chemischen Verbindungen wird durch eine ganze Reihe von Stoffeigenschaften beeinflusst, so dass es eigentlich keine generelle Regel gibt, mit der sich die Wasserlöslichkeit zweier Verbindungen vergleichen lässt. Aber ich habe den Eindruck, die Beispiele sind so gewählt, dass auf bestimmte Merkmale geachtet werden soll.

zu a):
NaCl ist ein Salz, also ionisch aufgebaut. Die Ionen von Kochsalz werden von den polaren Wassermolekülen hydratisiert und das fördert die Wasserlöslichkeit. Sehr viele andere Salze reagieren ähnlich, aber es gibt auch unlösliche Vertreter, bei denen das Ionengitter zu stark ist, als dass Wasser es auseinanderbringen könnte.
CCl4 ist nicht ionisch, sondern kovalent und es ist unpolar. Das polare Wasser kann mit ihm nichts Rechtes anfangen und deshalb ist es darin praktisch unlöslich.

zu b):
Der Stickstoff im Ammoniak hat ein freies Elektronenpaar, das mit Wasser Wasserstoffbrückenbindungen ausbildet. NH3 ist deshalb gut wasserlöslich. Methan hat kein freies Elektronenpaar, an dem Wasser angreifen könnte, es ist deshalb in Wasser unlöslich. Viele Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen verdanken ihre Wasserlöslichkeit der Ausbildung von Wasserstoffbrücken, die über die freien Elektronenpaare zustande kommen.

zu c):
Die Wasserlöslichkeit hängt auch von der Flüchtigkeit einer Verbindung ab. CH3F hat einen Siedepunkt von -78°, CH3Cl einen von -24°. Fluormethan hat bei Raumtemperatur also einen deutlich höheren Dampfdruck als Chlormethan und deshalb ist die Löslichkeit in Wasser geringer. (Aber das ist nur ein Gesichtspunkt; die Löslichkeit wird, wie oben beschrieben, auch durch die unterschiedliche Polarität der beiden Verbindungen beeinflusst.)

Gruß Peter
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