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Alt 22.07.2009, 21:09   #10   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: additiver Indikatorfehler

Ich verstehe den Begriff so :

du verbrauchst ein gewissen Volumen an Masslösung, um das in Lösung befindliche Fe2+ zu oxidieren. Dann sollte der Indikator umschlagen. Das tut er aber nur, wenn das im Indikator enthaltene Fe2+ auch noch oxidiert wird. Und das verursacht einen Mehrverbrauch (das ist bei Säure-Basen Titrationen auch so). Allein aus diesem Grunde muss man in der Titrimetrie die Indikatorzugabe so klein als möglich halten.
So wie bei Säure-Basen Titrationen der pKs des Indikators möglichst nahe am pH des Endpunktes liegen soll, so soll auch bei Redoxtitration das "Umschlagspotential" möglichst nahe am Potential des EP liegen. Das ist aber nicht immer so leicht zu bewerkstelligen; es gibt weniger Redoxindikatoren als Säure-Base Indikatoren (das ist zumindest mal mein Eindruck). Wenn Ferroin bei einem höheren Potential umschlägt als das GG Potential des Fe(III)/Fe(II) Paares dann ist das von Nachteil. Es hängt dann vom Redoxpotential des Titrators ab, wie schnell das Umschlagspotential des Indikators erreicht wird. Mit z.B. Ce(IV) ist der Indikatorfehler relativ gering (das Redoxpotential weiss ich aber nicht auswendig).

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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