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Alt 08.07.2009, 22:25   #34   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: Einer 5. Klasse Chemie näher bringen?!

Vielleicht geht es nicht nur um die 5. Klasse, sondern auch um die 12. - die sollen das ja auf die Beine stellen.

Also die 5.Klässler werden sicher davon profitieren. - auch wenn das vielleicht nicht auf der Ideallinie der pädagogischen Wissenschaft folgen sollte. (Das tut der Unterricht der erfahrenen Fachpädagogen wohl auch nur in den seltensten Fällen).

Es geht ja mal einfach nur um den Aspekt des Interesseweckens.

Viel wichtiger scheint mir wie die 12er die ihnen gestellte Aufgabe lösen.

Dazu müssen sie sich organisieren, Teams bilden, Rahmenpläne erstellen, Abgrenzungen definieren. Ich glaube das ist der viel entscheidendere Aspekt bei dieser Projektwoche.
Chemieversuche gibt es fast unbegrenzt - da braucht man keine Angst zu haben, dass man irgendwas interessantes "verrät", so dass es dann beim nächsten Mal langweilig werden könnte.

Ich würde als Lehrer der 12er Wert darauf legen, dass die Woche thematisch gegliedert ist (ein Oberbegriff, der jeweils für jeden der Tage steht), Arbeitsgruppen mit entsprechenden Betreuerteams eingeteilt werden. ( Je 2-3 Primanerer begleiten 5-7 Sextanerer an einem Versuchstisch). Bei den Betreuerteams sollte darauf geachtet werden, dass es auch bei den "Grossen" Menschen mit unterschiedlicher Begabung gibt - also nicht die drei Profis der Klasse bilden ein Team und die anderen Deppen sollen schaun wie sie zurechtkommen...also auf "Ausgleich" achten.

Ausserdem ist soetwas ja auch eine Kostenfrage - also meist darf das ja gar nichts kosten, oder nach Möglichkeit noch etwas weniger. Von daher besteht die Kunst eben auch darin, aus Partygeschirr, Klebeband, Mehl, Zucker, Salz, Zitone, etc... Versuche zu kreieren, die "kinderleicht" aufzubauen sind und auch keine Gefahren bergen. Richtig interessant wird es eigentlich nur dann sein, wenn die Sextaner selbst mitbasteln können. Zuschauen wie jemand die Show macht, können sie auch zuhause - vor der Glotze.

Mit einer Knallgasmischung einen Rumms zu erzeugen, dass die Grosseltern sich an die Kriegstage erinnert fühlen, mag zwar beeindruckend sein - der Lerneffekt ist minimal, die Sicherheitsfrage eher unberücksichtigt. Und nichtzuletzt kann der Sextaner weder am Aufbau des Versuchs noch an der Durchführung wesentlich mitwirken.
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