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Alt 07.07.2009, 14:44   #16   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.444
AW: Gesundheitsrisiko beim präparativen Arbeiten

Zitat:
Zitat von Jonathan1 Beitrag anzeigen
...Und zu meinen gängigen Lösungsmitteln zählen neben dem Aceton und Ethanol zur Reinigung hauptsächlich THF, Acetonitril, Ether, Dichlormethan und DMSO.
Na, jetzt haben wir zumindest schon mal einige Stoffe genannt. bei den Umgangsmengen tappe ich immernoch im dunkeln. Auch ist nicht bekannt, ob damit offen im Labor umgegangen wird, oder mit diesen Stoffen grundsätzlich im Abzug gearbeitet wird. Zu den Stoffen selbst und ihren akuten sowie chronischen Wirkungen kann man ja einiges den Sicherheitsdatenblättern oder auch der GESTIS Stoffdatenbank entnehmen.
Als Literaturtipp empfehle ich die "Laborrichtlinie, auch TRGS526 genannt. Dort stehen wesentliche Dinge zur Beschaffenheit eines Labores drin.

Zitat:
Zitat von Jonathan1 Beitrag anzeigen
...Ich arbeite im neuen und habe auch erfahren, dass die Abluft im alten stärker zieht. Um trotzdem die Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen, soll die Norm für die Belastung extra für das neue Gebäude angepasst worden sein.
Die Norm für Abzüge wurde vor einigen Jahren geändert. So war früher festgelegt, dass ein Laborabzug nach DIN 12924-1 (1991) und -2 (1994) Einen Volumenstrom von ca. 500 m3/h und Meter Abzugsbreite aufweisen musste. Diese recht hohe Abzugsleitung wurde teilweise auch zur Entlüftung des Raumes verwendet, was durchaus zulässig war. Diese hohe Abluftleistung stellt aber auch eine erhebliche Energieverschwendung dar, vor allem, wenn man den Abzug einfach auf Maximalleistung betrieben hat. Gleichzeitig war durch dieses Verfahren noch lange nicht sichergestellt, dass keine gefährlichen Stoffe aus dem Abzug austreten können (Stichworte: Strömungsabriß, Turbulenz).
Daher gibt es inzwischen eine neue Abzugsnorm (EN 14175). Hierbei unterliegt der Abzug einer Typprüfung und muß dabei sein Ausbruchsverhalten unter Beweis stellen. Nebeneffekt dieser neuen Prüfung ist es, dass es durchaus Abzüge gibt, die mit deutlich geringerer Abluftleistung den selben Effekt bewirken. Auch wird heute oftmals an den Vorderkanten des Abzuges Frischluft eingeblasen um einen "Frischluftschleier" zu bilden, was zu einer geführten laminaren Luftströmung im Abzug führt. Dies führt zu einer erheblich sichereren Situation, was mögliche Schadstoffausbrüche aus dem Abzug betrifft, bei gleichzeitig reduziertem Energieaufwand.
Somit ist es durchaus zu erklären, warum es im alten Labor stärker zieht als im neuen, wobei auch Zuglufterscheinungen nicht gerade positiv zu bewerten sind.
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
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