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Alt 02.07.2009, 18:30   #1   Druckbare Version zeigen
Jonathan1 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 55
Gesundheitsrisiko beim präparativen Arbeiten

Hallo,

wie man sehen kann, ist dies mein erster Beitrag. Meine Registrierung hier ist nämlich aus einem bestimmten Grund erfolgt, denn ich mache mir Sorgen um meine Gesundheit und bräuchte Rat.

Ich habe im Dezember mein Diplom in Chemie erhalten und bin jetzt Doktorand. Seit meiner Diplomarbeit arbeite ich in der präparativen Anorganik (Koordinationschemie) und habe mit den gängigen Lösungsmitteln und Reagenzien zu tun.
Ich arbeite generell immer vorsichtig und versuche so wenig Kontakt wie möglich mit Substanzen und vor allem den Dämpfen zu bekommen. Gerade bei den alltäglichen Sachen wird man leider oft nachlässig, bzw. können natürlich auch kleine Mengen schaden, besonders dann, wenn sie regelmäßig aufgenommen werden.

Seit nun ein paar Tagen der Sommer angekommen ist, habe ich gemerkt, dass mein Labor (ich arbeite alleine in einem Raum) stickig und wärmer ist, als die anderen. Ein Anruf bei der Haustechnik hat ergeben, dass die Lüftung falsch geregelt war und seit gestern erfahre ich ein völlig neues Arbeiten bei frischer Luft. Die Abzüge zogen zwar auch vorher, aber die Raumluft war schlecht belüftet.
Es ist nicht so, dass ich bis dahin im Lösemitteldampf gestanden habe, denn ich arbeite wie gesagt vorsichtig. Aber nur weil sonst nichts direkt zu riechen war, bedeutet ja leider nicht, dass nicht vielleicht doch eine erhöhte Konzentration an Lösemitteln in der Luft vorhanden war. Ich arbeite in diesem Labor seit etwas über einem Jahr. Seit wann die Abluft schlecht funktionierte, weiss ich nicht. Das werde ich in den nächsten Tagen versuchen herauszufinden. Das ist mir jetzt aber auch erstmal prinzipiell egal, ich möchte lieber herausfinden, ob ich Schaden genommen habe.

Gerade bei den fettlöslichen und halogenierten Lösemitteln, die sich über lange Zeit im Körper halten, besteht ja ein Gesundheitsrisiko.
Ich bin zur Zeit nicht krank, es geht mir nicht schlecht, zeige keine ungewöhnlichen Symptome.

Meine Frage ist nun, wie und ob es möglich ist, festzustellen, ob sich bei mir im Körper Lösemittel in bedenklicher Konzentration angereichert haben. Kann ein Arzt sowas generell und wie findet das statt? Durch Blut- oder Urinproben ist das ja vermutlich nicht möglich. Muss oder kann dafür eine Probe aus dem Fettgewebe entnommen werden? Auf eine Leberbiopsie habe ich natürlich keine Lust, aber ich würde schon gerne wissen, ob bei mir alles in Ordnung ist.


Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann, ich bin für Ratschläge dankbar.
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